Marzahn-Hellersdorf und Stadtwerke vereinbaren „Solar-Paket“

Pressemitteilung vom 03.03.2025

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und die Berliner Stadtwerke haben die Umsetzung eines dritten Paketes von Solaranlagen vereinbart. Die in dem Vertrag gebündelten 15 neuen Anlagen auf Dächern öffentlicher Liegenschaften mit einer Gesamtleistung von mehr als 1,1 Megawatt sollen weitgehend in diesem Jahr installiert werden.

Dächer von Schulen, Kindergärten, Sporthallen oder Verwaltungsgebäuden eignen sich gut, um eine Solaranlage zu installieren. Diese Flächen bergen häufig große Potenziale, die bislang allerdings nur selten genutzt werden. Gründe dafür sind die hohen Kosten und der Verwaltungsaufwand, die bei der Inbetriebnahme einer solchen Anlage anfallen.

Eine Möglichkeit ist die Verpachtung der Flächen an die kommunalen Stadtwerke, die solche Anlagen planen, errichten und betreiben sowie den produzierten Strom entweder in das öffentliche Netz einspeisen oder ihn an das Bezirksamt verkaufen. Dadurch bleibt der finanzielle und personelle Aufwand für die Kommune gering. Was bleibt, ist der Klimaschutzeffekt.

Drei der neuen Anlagen mit zusammen 169 Kilowatt Leistung entstehen auf den Gebäuden des Melanchthon-Gymnasiums an der Adele-Sandrock-Straße in Hellersdorf, zwei weitere mit 162 Kilowatt auf Häusern der Marcana-Gemeinschaftsschule an der Flämingstraße in Marzahn. Das Straßen- und Grünflächenamt an der Schkopauer Straße in Marzahn bekommt die mit 121 kW größte Einzelanlage. Bereits im Oktober 2024 hatte der Bezirk bei den Stadtwerken den Bau einer mit 216 kW sehr großen Einzelanlage auf dem neuen Gymnasium Kaulsdorf an der Erich-Kästner-Straße beauftragt. Zusammen können die 15 neuen Anlagen im Jahr etwa 915.00 Kilowattstunden Ökostrom erzeugen und so 493 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.

Seit 2019 haben die Berliner Stadtwerke für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf bereits zwei solcher „Solar-Pakete“ sowie mehrere Einzelprojekte mit insgesamt 20 Anlagen umgesetzt, darunter auf den Dächern des Jugendamts und der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule. In die jetzt zu bauenden Anlagen investieren die Stadtwerke insgesamt rund 1,4 Mio. Euro und übernehmen neben dem Bau auch Wartung und Betrieb. Der Bezirk bekommt den Strom aus diesen Anlagen zu einem garantierten Preis, der immer jeweils einen Cent unter dem aktuellen Stromtarif liegt.

Stefan Bley, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung, Kultur und Facility Management: „Klimaschutz braucht viele verschiedene Maßnahmen. Durch eine dezentrale Energieversorgung mit Photovoltaikanlagen auf möglichst vielen freien Dachflächen gelingt uns ein wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft.“

„Mit dieser für den Bezirk sehr einfachen und zugleich wirtschaftlichen Lösung entfallen für das Bezirksamt viele Formalitäten wie etwa das Managen von Pachtverträgen und Einspeisevergütungen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Chris Werner.

  • Solaranlagen auf den Dächern der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule

    Solaranlagen auf den Dächern der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule

  • Solaranlagen auf den Dächern der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule

    Solaranlagen auf den Dächern der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule

  • Solaranlage auf den Dächern des Jugendamts in der Riesaer Str.

    Solaranlage auf den Dächern des Jugendamts in der Riesaer Str.

  • Solaranlage auf den Dächern des Jugendamts in der Riesaer Str.

    Solaranlage auf den Dächern des Jugendamts in der Riesaer Str.

  • Solaranlagen auf den Dächern der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule

    Solaranlagen auf den Dächern der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule

  • Solaranlagen auf den Dächern der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule

    Solaranlagen auf den Dächern der Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule