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Zur Notbetreuung in den Marzahn-Hellersdorfer Kitas - Aktuelle Lage und neue Fakten

Pressemitteilung vom 23.03.2020

Eine Ausweitung der Gruppe der anspruchsberechtigten Eltern kommt

Eine Woche nach Schließung der Kindertageseinrichtungen in Berlin liegen aktuelle Zahlen vor, wie viele Kinder im Rahmen der Notbetreuung in den Kitas verblieben sind. In Marzahn-Hellersdorf liegt die Zahl bei rund 750 Kindern. Das entspricht knapp sechs Prozent der üblichen Auslastung. Die Anzahl der betreuten Kinder schwankt jedoch erheblich zwischen den Standorten. In einigen, kleineren Kitas war es nur ein Kind, in den größeren bis zu zwanzig.

Durch die sogenannte „Ein-Elternregelung“ wird es in den nächsten Wochen vermutlich einen weiteren Aufwuchs geben. Die Regelung, die ab Montag, dem 23. März 2020, greift, besagt, dass es ausreicht, wenn ein Elternteil in einem sogenannten systemrelevanten Beruf arbeitet, um eine Notbetreuung beantragen zu können, sofern keine eigene Betreuung gewährleistet werden kann. Hierzu zählen Berufsgruppen aus dem Bereich Gesundheit, Pflege, Polizei und Feuerwehr, Justizvollzug, Behindertenhilfe sowie Einzelhandel. Des Weiteren gilt die Notbetreuung auch für Kinder mit schweren Behinderungen und für Kinder, die aus Gesichtspunkten des Kinderschutzes berücksichtig werden sollen. Hierüber sollen die Jugendämter entscheiden.

Auch wenn es momentan Kindertageseinrichtungen mit keinem, beziehungsweise wenig, Bedarf an Notbetreuungsplätzen gibt, müssen diese weiterhin in Bereitschaft stehen, Kinder aufzunehmen. Gerade aufgrund des erweiterten Kreises von Anspruchsberechtigten wird sich die Situation in den kommenden Tagen dynamisch entwickeln. Bisher nicht benötigtes Personal soll als Reserve für die Notbetreuung zur Verfügung stehen.

„Ich möchte mich bei allen Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen für ihren Einsatz und ihre Flexibilität in dieser außergewöhnlichen Zeit bedanken. Auch den Trägern unserer insgesamt 125 Kitas im Bezirk gilt dieser Dank für die gute Organisation und Umsetzung der neuen Senatsregeln. Ich habe den Trägern in einem Schreiben empfohlen, wenn möglich nicht auf pädagogisches Personal der Risikogruppe zurückzugreifen und nur diejenigen Kolleginnen und Kollegen vor Ort zu belassen, die für eine Betreuung notwendig sind. Ich hoffe, wir alle werden diese Situation gut durchstehen. Unsere Erzieherinnen und Erzieher leisten dazu einen enorm wichtigen Anteil, indem sie mithelfen, dass die wichtigsten Bereiche des öffentlichen Lebens weiter gehen“, so Gordon Lemm, Stadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie.