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Grundschule

Mit der Einschulung beginnt für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt, in dem ihnen nicht nur Wissen, sondern insbesondere die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen mit allen Sinnen vermittelt werden soll. Informieren Sie sich hier über die Grundschulzeit Ihres Kindes. Sie erfahren, was Ihr Kind in der Grundschule lernt, wie Sie als Eltern mitwirken können und welche besonderen Angebote es in den Schulen gibt.

Der erste Schultag 2014

Was Sie anlässlich der Einschulung Ihres Kindes über die Grundschule sowie die Lern- und Betreuungsangebote wissen müssen:

Schulbeginn 2015

Anmeldung ab 6. Oktober bis 17. Oktober 2014

Alle Kinder, die im Jahr 2009 geboren sind, werden im September 2015 schulpflichtig. Kinder, die im Zeitraum vom 01.01. 2010 bis 31.03. 2010 geboren sind, können vorzeitig eingeschult werden, wenn sie keinen Sprachförderbedarf haben.

Bitte melden Sie Ihr Kind in der Zeit vom 6.10. 2014 bis 17.10. 2014 in der für Sie zuständigen Grundschule an. Diese ist in der Regel die Ihrer Wohnung nächstgelegene öffentliche Grundschule.

Das neu erschienene Heft "Schulbeginn 2015" gibt Ihnen Informationen zum Schulanfang, zum jahrgangsübergreifenden Lernen (JüL) und zur Ganztagsschule und bietet Ihnen eine gute Vorbereitung auf die Schulzeit und den Schulalltag ihres Kindes.
Außerdem finden Sie darin die Schulen mit speziellen Angeboten, die Sie abweichend von ihrer Einzugsschule wählen können. Zum Beispiel, wenn sie für Ihr Kind eine gebundene Ganztagsschule, Französisch als erste Fremdsprache, eine Europaschule oder eine Inklusive Schule oder besondere Schwerpunkte und Förderangebote wünschen.

Alle Berliner Grundschulen sind Ganztagsschulen

Die kontinuierliche Verbesserung der Lehr- und Lernkultur ist ein Schwerpunkt der Berliner Gundschulen: Schulische Ganztagsangebote schaffen Zeit, Bildungsangebote inhaltlich und methodisch zu verändern und alle Schüler individuell zu fördern. Unterricht und außerunterrichtliche Angebote richten sich nach den Lern- und Lebensbedürfnissen der Schüler und beziehen sich inhaltlich und organisatorisch aufeinander.

Mit der verlässlichen Halbtagsgrundschule und der offenen bzw. gebundenen Ganztagsgrundschule stehen Eltern konzeptionell und zeitlich unterschiedlich ausgerichtete schulische Angebote zur Verfügung: Die Eltern können so das für ihr Kind gewünschte Ganztagsmodell wählen. mehr

Die flexible Schulanfangsphase


Wenn jüngere Kinder in die Schule kommen, muss sich natürlich auch die Schule verändern: So wird das 1. und 2. Schuljahr als eine Einheit gesehen und findet in der flexiblen Schulanfangsphase seinen Ausdruck.
Schulanfänger sind keine Lernanfänger: Aber was die Kinder bereits können, ist sehr unterschiedlich.
Jedes Kind hat Stärken und Schwächen, doch mit dem Schulbeginn können die Kinder voneinander lernen. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern um persönliche und soziale Stärken.Der Anspruch der Berliner Schule ist es, jede Schülerin und jeden Schüler individuell zu fördern und stärker die unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Deshalb stützen sich die Lehrer in der Schulanfangsphase auf folgende Annahmen:

  • Jedes Kind hat schon vor Schuleintritt vieles mit Erfolg gelernt.
  • Jedes Kind will lernen.
  • Kinder sind aktive Konstrukteure ihres Wissens und Könnens.
  • Jedes Kind geht beim Lernen seinen eigenen Weg.
  • Jedes Kind benötigt für sein Lernen seine Zeit und passende Angebote


In der Schulanfangsphase lernen alle Kinder gemeinsam. Für Schülerinnen und Schüler, die besondere Unterstützung brauchen, stehen Stunden für sonderpädagogische Förderung zur Verfügung: Diese können für spezifische Fördernangebote in der Klasse, aber auch in temporären Kleingruppen oder für einzelne Kinder genutzt werden.
Auch nach der Schulanfangsphase gilt für Eltern, deren Kinder sonderpädagogischen Förderbedarf haben, die freie Wahl der Schule. Denn Integration hat in der Berliner Schule Vorrang mehr
Die flexible Schulanfangsphase

Die flexible Schulanfangsphase
Förderung durch individuelles, gemeinsames und jahrgangsübergreifendes Lernen laden »

(August 2010; Die flexible Schulanfangsphase, 1696572 KB)
Stundentafel G 2005

Wochenstundentafel für Grundschulen laden »

(Stundentafel G 2005, 41209 KB)

Das Jahrgangsübergreifende Lernen (JÜL)

Juel Bausteine 200x210

Nach dem Motto: "Zeig mir mal wie du das machst"! sind das 1. und 2. Schuljahr jahrgangsgemischt und die Regelform an der Berliner Grundschule.
Das bedeutet, die meisten Kinder werden zwei Jahre in der Schulanfangsphase bleiben, um die Inhalte nach den Rahmenlehrplänen zu lernen und die Ziele des Unterrichts zu erreichen.

Mehr Zeit zum Lernen
Wer mehr Zeit braucht, kann auch ein drittes Schuljahr in der Anfangsphase bleiben. Das dritte Jahr wird nicht auf die allgemeine Schulbesuchspflicht angerechnet: Die Kinder haben dadurch keine Nachteile und gelten auch nicht als Sitzenbleiber.

Schneller beim Lernen
Kinder, die vielleicht aufgrund besonderer Begabungen schneller lernen, rücken bereits nach einem Jahr in die 3.Klasse auf. Der Vorteil dieser flexiblen Regelung in beide Richtungen ist: Jedes Kind lernt nach seinem eigenen Tempo und muss nicht die gesamte Lerngruppe wechseln.
Ganz gleich, ob es zwei oder drei Jahre in der Schulanfangsphase lernt, Ihr Kind bleibt immer mit einigen Freunden und vertrauten Bezugspersonen zusammen.

Was ist Rhythmisierung?


An vielen Grundschulen hat sich die offene Gestaltung des Tages durchgesetzt, die sogenannte Rhythmisierung: Jede Schule kann ihren Schulalltag nach ihren Bedürfnissen strukturieren und so gibt es vielfältige Möglichkeiten den Tagesablauf in der Ganztagsgrundschule zu gestalten:

  • Gleitender Beginn
  • Unterrichtsblöcke statt 45-Minuten-Stunden
  • Offene Schlussphasen
  • Aktive Pausen
  • Wochenbeginn und -abschluss

Die erste Fremdsprache lernen

Fremdsprachen


Das Sprechen mehrerer Sprachen ist nicht nur ein wichtiges Element in der Schulausbildung, sondern vergrößert auch die späteren beruflichen Chancen.

Deshalb wird in Berlin in der 3.Klasse mit dem Fremdsprachenunterricht begonnen: Die Schüler können zwischen Englisch oder Französisch als 1. Fremdsprache wählen. Der Unterricht findet mit zwei Stunden pro Woche statt, in einigen Schulen sogar als freiwillige Arbeitsgemeinschaft schon in der Schulanfangsphase. In der 4.-6. Jahrgangsstufe ist es jeweils eine Wochenstunde mehr.

Besondere sprachliche Angebote in der Grundschule

Lernaufgaben

Hausaufgaben

Lernaufgaben (Hausaufgaben) sollen die im Unterricht begonnenen Lernprozesse unterstützen und vertiefen. Sie können aber auch der Unterrichtsvorbereitung dienen.
Im Allgemeinen werden die Übungen zum Vertiefen und Anwenden des Gelernten schon in der Schule bearbeitet.
Über den Umfang der Lernaufgaben entscheiden die Schulen in ihrer Schulkonferenz (Gremium aus Lehrern und Elternvertretern). Die Lernaufgaben sollen den Grundschülern nicht nur helfen, Gelerntes selbständig zu üben und zu vertiefen, sondern die Aufgaben sollen von den Schülerinnen und Schülern
auch selbständig gelöst werden können.

Natürlich können die Eltern ihre Kinder unterstützen, aber die Aufgaben sollten die Kinder eigenständig lösen: Denn wer keine Fehler macht, lernt nicht. Als Strafe oder als disziplinarisches Mittel sind sie pädagogisch nicht vertretbar und nicht zulässig.

Der Grundwortschatz

Mit Beginn des Schuljahrs 2011/2012 erhalten Grundschulkinder ein Heft mit dem ihrem Alter entsprechenden Grundwortschatz. Von "Abend" bis "zwölf" für die Klassen 1 und 2, von "Arzt" bis "Zukunft" für die Klassen 3 und 4 gibt der Grundwortschatz Schülern, Eltern und Lehrkräften eine Orientierung, welche Sprachbildung in den verschiedenen Entwicklungsphasen beherrscht werden sollte. Zu den Schülerheften ist auch eine Handreichung für Lehrkräfte zum Umgang mit dem Grundwortschatz im Unterricht erschienen.

  • Grundwortschatz für die Klassen 1 und 2

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    (1042486 Bytes)
  • Grundwortschatz für die Klassen 3 und 4

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    (966842 Bytes)
  • Grundwortschatz - Handreichung für Lehrkräfte

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    (2208021 Bytes)

Fragebogen zur Selbsteinschätzung in der Grundschule

Um bei den Kindern die Selbsterfah­rung und -beurteilung ihres Lernens zu fördern, gibt es den „Fragebogen zur Selbstein­schätzung in der Grundschule“. Er wurde in der Praxis erar­beitet und bereits in vielen Grundschulen erprobt.

Die auf das Können ausgerichteten Fragen sollen Schülerinnen der 4. und 5. Klassen dazu anregen, ihre Interessen, Kompetenzen und Lernleistungen selbst einzuschätzen. Die Lehrerin kann Aufschluss darüber erhalten, wie gut die Schüler ihre eigene Lernentwicklung be­o­b­achten können.

Leistungsbewertung: Das indikatorenorientierte Zeugnis

In der Schulanfangsphase erhalten alle Schülerinnen und Schüler am Ende eines Schuljahres ein Zeugnis mit einer verbalen Beurteilung ihrer Lern-, Leistungs- und Kompetenzentwicklung: Diese Beurteilung kann in Form eines freien Textes oder in Form eines indikatorenorientierten Zeugnisses erfolgen.

Durch die Auflistung in tabellarischer Form für alle Fächer in den Jahrgangsstufen 1 und 2 wird der herkömmliche Text einer verbalen Beurteilung ergänzt oder ersetzt. Die Leistungsbewertung folgt einem kompetenzorientierten Ansatz und bildet wesentliche Lern-und Entwicklungsziele ab: Die Bewertung erfolgt in Bezug auf die Rahmenlehrpläne, die Lernausgangslagenuntersuchung (LauBe) der Schulanfangsphase und der Lerndokumentationen Mathematik und Sprache.

In den Klassen 3 bis 6 werden jeweils zum Ende eines Schulhalbjahres Zeugnisse erteilt. In den Jahrgangsstufen 3 und 4 kann die Klassenelternversammlung mehrheitlich beschließen, dass statt Noten weiterhin eine verbale Beurteilung erteilt wird. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden dann ausschließlich Notenzeugnisse erteilt.

In jahrgangsgemischten Klassen, in denen Kinder der Schulanfangsphase (1. und 2. Jahrgangsstufe) gemeinsam mit Kindern der 3. Jahrgangsstufe lernen, erhalten alle Kinder dieselbe Zeugnisart: Eine verbale Beurteilung, die aber auch in Form des indikatorenorientierten Zeugnisses erteilt werden kann.

Vergleichsarbeiten
Seit dem Schuljahr 2007/2008 werden in allen Berliner Grundschulen - wie in allen Bundesländern- am Ende der 3.Klasse zeitgleich die Vergleichsarbeiten (Vera)(Externer Link) in Deutsch und Mathematik geschrieben.

Diese Vergleichsarbeiten bilden die Leistungsentwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler ab. Aber auch das Leistungsvermögen der gesamten Klasse wird innerhalb der Schule und auch mit den Schulen aus dem Einzugsgebiet verglichen. Die Vergleichsarbeiten orientieren sich an den bundesweit verbindlichen Bildungsstandards(Externer Link) für den Grundschulbereich.

Schul Zeugnis 100a 09071

Zeugnismuster für Mathematik laden »

(Schul Zeugnis 100a 09071, 42862 KB)

Siehe auch ...

Verweise zu anderen Angeboten

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