Sonntag, 08.02.20265, 14:00 – 15:30 Uhr
„F – Freundschaft“ von Anna-Lena Wenzel (Buchpräsentation und Gespräch)
Welche Formen nehmen Freundschaften an, wie lange dauern sie, wie gehen sie zu Ende? Mit welchen Konflikten haben sie zu kämpfen? Wie gehen Freund*innschaft und Arbeitswelt zusammen? Welche Rolle spielen körperliche Anziehungskraft und das Bedürfnis nach Nähe? Welche Art von Care-Arbeit wird in Freund*innenschaften geleistet? Inwieweit kann das freundschaftliche Sorgetragen füreinander alternative Verantwortungsgemeinschaften begründen?
Eine Huldigung an die Freundschaft, zusammengesetzt aus Notizen, Gesprächen und Alltagsbeobachtungen, mit der Anna-Lena Wenzel die Trilogie der Beziehungen, die sie mit Liebe begonnen und mit Herzschmerz fortgesetzt hat, beendet.
Dr. Anna-Lena Wenzel ist Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als Autorin in Berlin. Sie schreibt für Magazine und Künstler*innen, kuratiert und moderiert und betreibt das Online- Stadtmagazin 99% Urban. Mit ihrem Buch über Freundschaft (2025, Textem Verlag) hat sie die Trilogie der Beziehungen, die sie mit “Liebe” und “Herzschmerz” begonnen hat, beendet.
Sonntag, 15.02.2025, 10 – 12 Uhr
Kein Blatt vorm Mund – Collagen & Plakate gestalten mit Anna Falkenstein
In diesem Workshop lädt die Künstlerin Anna Falkenstein dazu ein, ganz spielerisch eigene Plakate zu gestalten. Aus alten Zeitschriften, Papieren, Schriften und Bildern entstehen Collagen, mit denen sich eigene Positionen ausdrücken lassen: ganz laut oder leise, poetisch oder klar, persönlich oder politisch.
Der Workshop richtet sich an alle, die Lust haben zu experimentieren, etwas sichtbar zu machen sowie mit Papier, Schere, Kleber und eigenen Gedanken zu arbeiten. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Das Angebot ist für Menschen ab 6 Jahren geeignet – egal ob allein, zu zweit oder als Familie. Seid willkommen!
Bitte mitbringen:
Alte Zeitschriften, Magazine oder Papier, das ihr verwenden möchtet. Ein paar Materialien vor Ort sind ebenfalls vorhanden.
Anna Falkenstein ist bildende Künstlerin und Fotografin. Sie studierte in Monaco und Straßburg. Nach mehreren Jahren in Marseille lebt und arbeitet sie seit 2008 in Berlin-Wedding, wo sie zahlreiche Projekte in Kooperation mit Schulen sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen leitet.
Sonntag, 22. Februar 2026, 14 – 16 Uhr
Kinonachmittag: Die Möllner Briefe
Gespräch im Anschluss mit Regisseurin Martina Preissler
Moderation: Ingo Arend
Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.
Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen. (Berlinale)
Dokumentarfilm | D 2025 | FSK 12
Der Film „Die Möllner Briefe“ hat u. a. bei der Berlinale 2025 den Panorama Publikumspreis gewonnen.
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