Steuerprüfungen bei Gastronomiebetrieben

Offene Kasse mit Euroscheinen und Euromünzen
Bild: Patryk Kosmider - Fotolia.com

Nachdem die Berliner Finanzverwaltung 2017 schwerpunktmäßig das Taxigewerbe geprüft hat, liegt im Jahr 2018 der Fokus auf den steuerlichen Überprüfungen im Gastronomiebereich. Hierzu zählen neben Gaststätten und Restaurants auch Imbissstuben, Cafés, Eissalons, Caterer, Schankwirtschaften und ähnliches.

Zum 01.01.2016 – dem Stichtag zur Einordnung der Betriebe in Größenklassen – gab es in Berlin rund 15.000 Gastronomiebetriebe. Seit dem 01.01.2018 steht der Finanzverwaltung das Instrument der Kassen-Nachschau rechtlich zur Verfügung.

Geplant ist eine Überprüfung von mindestens 1.000 Berliner Betrieben in 2018.
Dabei werden die gespeicherten Geldbewegungen der Kasse ausgelesen und auf Plausibilität kontrolliert. Gibt es keine elektronische Kasse, wird ein Kassensturz gemacht. Die Steuerfahnderinnen und Steuerfahnder prüfen die verzeichneten Einnahmen und Ausgaben. Die so erworbenen Kenntnisse können in der anschließenden Betriebsprüfung häufig sehr gut genutzt werden.

Bis zum 31. Juli 2018 wurden rund 590 Betriebsprüfungen nach § 193 Abgabenordnung abgeschlossen und davon bereits 315 Betriebsprüfungen ausgewertet. Die daraus resultierenden geänderten Steuerbescheide führten zu Mehreinnahmen in Höhe von rund 6,3 Mio. Euro, wobei 1,7 Mio. Euro aus den zehn Fällen mit dem höchsten Mehrergebnis resultierten.

Mit dieser großen Stichprobe macht sich die Senatsverwaltung für Finanzen zum Jahresende ein Bild von der Steuerehrlichkeit in diesem Sektor.