Befragung Migrationshintergrund und Erstellung von Förderplänen
Auf Basis des Partizipationsgesetzes wurden vom 29.01.2024 bis 31.03.2024 nahezu alle Mitarbeitenden des unmittelbaren Landesdienstes zu Ihrem Migrationshintergrund befragt. Die Befragung war freiwillig und anonym. Die Auswertung erfolgte durch das Amt für Statistik.
Zentrale Ergebnisse der Befragung:
• Teilnahmequote: Insgesamt nahmen 31.536 von circa 143.000 Mitarbeitenden teil – etwa 22 %.
• Anteil von Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund: Laut Befragungsergebnis haben insgesamt 21,7 % einen Migrationshintergrund.
• Vergleich zur Berliner Bevölkerung: 39,4 % der Berliner Gesamtbevölkerung haben laut Mikrozensus 2023 einen Migrationshintergrund.
• Aufgeschlüsselt nach Alter: Mit zunehmenden Alter sinkt der Anteil an Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund. In der Altersstufe bis 29 Jahren haben 34% einen Migrationshintergrund, in der Altersstufe 50 bis 59 Jahren nur noch 12%.
• Betrachtung der Eingruppierung: Je höher die Eingruppierung, desto geringer ist der Anteil an Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund: Ehemals einfacher Dienst mit einem Anteil von 30,9 %, mittlerer Dienst 23,5 %, gehobener Dienst 21,2 % und höherer Dienst 19,0 %
Hier finden Sie den Gesamtbericht zum Download.
Im Anschluss an die Befragung erfolgt die Erstellung von Förderplänen für Menschen mit Migrationshintergrund in den jeweiligen öffentlichen Stellen. Die Förderpläne können konkrete Maßnahmen beinhalten wie z.B.:
- Kooperationen mit Schulen, Hochschulen, Zivilgesellschaft und insbesondere Migrant*innenselbstorganisationen
- Prüfung von Stellenausschreibungen auf abbaubare strukturelle Hürden, die Menschen mit ausländischer Bildungs- und Erwerbsbiografie besonders betreffen, wie z.B. in Anforderungsprofilen oder bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse
- Bewerbungstrainings, Qualifizierungsprogramme für Quereinsteigende, Mini-Praktika und Hospitationen für Menschen mit Migrationshintergrund