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Industrie

Bildvergrößerung: Intensivfilterbetrieb mit ständig und vollflächig überstauten Becken, 2005
Intensivfilterbetrieb mit ständig und vollflächig überstauten Becken, 2005
Bild: Berliner Forsten

Steigende Abwassermengen zwangen in den 1960er Jahren zur Umstellung der Rieselfeldnutzung auf Intensivfilterbetrieb mit ständig und vollflächig überstauten Becken. Dazu wurden die zu Beginn noch kleinteiligen Rieseltafeln deutlich vergrößert und die sie einfassenden Wälle erhöht. Die Schadstoffe des industriell immer stärker belasteten Wassers reicherten sich im Boden an.

Die landwirtschaftliche Produktion wurde in der Konsequenz ab Mitte der 1970er Jahre zurückgefahren und mit verstärkter Viehzucht kompensiert. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden mit der Zeit Teilproduktionen des Gutes eingestellt oder ausgelagert. Die schrittweise Stilllegung des Gutsbetriebes begann 1984 mit der Einstellung der Rieselfeldwirtschaft. Seit 1990 stehen sowohl die Reste des Gutshofes als auch der Großteil des Ortes Hobrechtsfelde unter Denkmalschutz.

Das weitläufige Gut Hobrechtsfelde legt auch heute noch ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Zeit ab. Der turmartige, mehrstöckige Getreidespeicher des ehemaligen Stadtgutes Hobrechtsfelde ist heute technisches Denkmal und beherbergt eine Ausstellung über Geschichte und Wandel der Rieselfeldlandschaft. Das Gutsgelände mit Schaugehegen, einer Veranstaltungsscheune und einem Kinderspielplatz wird vom Gut Hobrechtsfelde als Besucherzentrum betrieben.