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Aufgrund der coronabedingten Infektionsschutzmaßnahmen ist der Betrieb und vor allem der Publikumsverkehr bei den Berliner Forsten bis auf weiteres eingeschränkt. Erkundigen Sie sich bitte telefonisch nach den Regelungen in den Berliner Forstämtern und Revierförstereien.

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Waldentwicklung

Bildvergrößerung: Hobrechtswald, 2015 - Die Entwicklung des Hobrechtswaldes zum Erholungswald gestaltete sich schwierig.
Hobrechtswald, 2015 - Die Entwicklung des Hobrechtswaldes zum Erholungswald gestaltete sich schwierig.
Bild: Berliner Forsten

Im Jahr 1987 begannen die Berliner Forsten das schwierige Unterfangen einer Wald- und Landschaftsentwicklung mit dem Ziel eines nachhaltigen und naturnahen Erholungswaldes. Inzwischen gilt für den Berliner Wald im Allgemeinen und den Hobrechtswald im Besonderen, dass dieses Ziel verantwortungsvoll verfolgt wird. Die Zertifizierung der ökologischen Waldpflege durch das Forest Stewardship Council (FSC) und den Naturland-Verband auf dem Großteil der Flächen der Berliner Forsten sind ein deutlicher Hinweis und eine Anerkennung der eingeschlagenen Entwicklungsrichtung. Die Berliner Forsten stehen in der Jahrhunderte währenden Tradition einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Waldnutzung.

Naturnahe Waldbewirtschaftung bedeutet für die Berliner Forsten vor allem:
  • keine Kahlschläge
  • die natürliche Aussaat von Bäumen und Sträuchern hat Priorität
  • kein Einsatz von Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln
  • bodenschonende Arbeitsverfahren, zum Beispiel durch den Einsatz von Rückepferden
  • Erhalt von Tot- und Biotopholz
  • Förderung heimischer Baumarten
  • Förderung von Mischbaumarten
  • Aufbau von waldverträglichen Wildbeständen
  • stabilitäts-, vitalitäts- und qualitätsorientierte Pflege der Waldbestände

Das Konzept einer nachhaltigen und ökologischen Waldbewirtschaftung sichert heute und auch für kommende Generationen die für eine Großstadt wichtigen Funktionen des Waldes. Zu diesen Funktionen zählen zum Beispiel Erholung und Freizeit, Natur- und Landschaftsschutz, Trinkwasser- und Lärmschutz sowie Boden- und Klimaschutz. Im Hobrechtswald ist dieses Bewirtschaftungskonzept der Maßstab des Handelns. Heute bestimmen Halboffenland mit Einzelbäumen, Gehölzgruppen und Wiesenflächen große Teile des Gebietes. In der Sicherung dieser Strukturvielfalt liegt ein besonderes Potenzial für die Erholungsnutzung und den Biotop- und Artenschutz. Das bedeutet für die konkrete forstwirtschaftliche Arbeit vor Ort aber auch die Übernahme untypischer Aufgabenfelder wie die Pflege offener und halboffener Flächen, die Steuerung des Wasserhaushaltes im Gebiet und das Management der Beweidung. Das macht den Hobrechtswald auch in dieser Hinsicht besonders und so können die vielen wichtigen Waldfunktionen erhalten und nachhaltig entwickelt werden.