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Harzungspfad

Harzungspfad
Bild: Berliner Forsten
Bildvergrößerung: Eingangstor zum Harzungspfad
Eingangstor zum Harzungspfad
Bild: Berliner Forsten

Berlins Wald hat mit seinem “Harzungspfad” ein naturnahes Bildungsangebot.

Bis 1990 wurde in ostdeutschen Wäldern Harz der Kiefern und Fichten gewonnen. Förster Peter Cyriax aus dem Revier Stolpe war einst selbst in der Harzgewinnung tätig. Fachkundig führt er nun Gruppen von Waldbesuchern über den Harzungspfad unweit seiner Revierförsterei in Stolpe nordwestlich von Berlin.

Bildvergrößerung: Harzgewinnung
Harzgewinnung
Bild: Berliner Forsten

An acht Stationen wird auf Anschauungstafeln und an Kiefern des Waldes originalgetreu gezeigt, mit wie viel Mühe und Aufwand die Harzgewinnung betrieben wurde. Der Beruf des Harzers war eine eigenverantwortliche, körperlich schwere Arbeit mit hohem Stellenwert und guter Bezahlung. Mit der Nutzung von Naturharz konnte damals die Verwendung chemisch produzierter Ausgangsstoffe für die Industrie vermieden werden, die für die DDR auf dem Weltmarkt sehr teuer waren. Im Mai 1990 wurde die Harzgewinnung eingestellt, denn der Herstellungspreis lag um ein Sechsfaches über dem der synthetischen Weltmarktprodukte.

Bildvergrößerung: Spuren alter Harzgewinnung
Spuren alter Harzgewinnung
Bild: Berliner Forsten

All dies und weitere Einzelheiten erzählt der neu angelegte Harzungspfad im Revier Stolpe. Er ist auch für gehbehinderte Menschen erreichbar und lädt alle interessierten Waldbesucher zur Besichtigung ein.

Infotafeln

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Adresse und Fahrverbindung

Den Harzungspfad erreichen Sie am besten mit der S-Bahnlinie S 8. Vom Bahnhof Hohen Neuendorf geht es dann weiter mit dem Bus der Linie 809 (Hermsdorf–Hennigsdorf) bis zur Haltestelle Stolpe Dorf. Nach einem kurzem Fußweg (ca. 750 m) sind Sie auch schon am Ziel.