Bäume spenden Ruhe, Schatten und verbessern das Stadtklima. Sie bieten vielen Tieren wie Vögeln, Insekten und Eichhörnchen Nahrung und Lebensraum. Bäume verschönern Reinickendorf und erfreuen uns durch ihr Grün. Sie bereichern die biologische Vielfalt und bieten Naturerfahrungen. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und produzieren lebenswichtigen Sauerstoff. In den letzten Jahren mussten in Reinickendorf viele Bäume gefällt werden, z. T. für Bauvorhaben oder weil sie durch Stürme, Trockenheit und Krankheiten nicht mehr standsicher waren. Das Umwelt- und Naturschutzamt fördert deshalb private Baumpflanzungen in unserem Bezirk, durch Übernahme der Pflanzkosten.
Reichen Sie bis zum 30.09.2026 Ihre Bewerbung für Ihre Baumpflanzung ein: Bewerbung für eine Baumförderung
Die Bewerberin/Bewerber müssen Flächeneigentümer in Reinickendorf oder deren Nutzungsberechtigte mit Zustimmung der Eigentümer sein. Das können soziale Einrichtungen, Hauseigentümer, Wohnungsbaugenossenschaften, Wohnungsbaugesellschaften oder Wohnungseigentümergemeinschaften sein. Die Fläche darf nicht dem öffentlichen Straßenland gewidmet sein.
Die Pflanzung muss zusätzlich zu ggf. bestehenden Verpflichtungen aus der Berliner Baumschutzverordnung (BaumSchVO) oder aus Bebauungsplänen erfolgen.
Der Baum soll vom öffentlichen Raum sichtbar oder zugängig sein. Der geplante Standort sollte mindestens 16 – 24 m² freien Raum für die Entwicklung der arttypischen großen Krone und ausreichend Abstand zu Gebäuden, Grundstücksgrenzen und öffentlichem Straßenland bieten. Zu Nachbargrundstücken sind Abstände von 1,5 m bzw. 3 m in Abhängigkeit von der Baumart einzuhalten (Berliner Nachbarrechtsgesetz § 27). Für die Baumscheibe sollen mindestens 6 m² unversiegelt sein. In der Pflanzgrube sollten mindestens 12 m³ Raum für den Wurzelraum frei sein, dort dürfen sich keine Kabel oder Leitungen (Gas-, Strom- und Abwasser) befinden. Für eventuell entstehende Schäden haften die Grundstückseigentümer.
Jeder zu pflanzende Baum wird in einer regionalen Baumschule mit handelsüblicher guter Qualität mit einer Stammhöhe von 2 – 3 m und mindestens 10 – 14 cm Stammumfang gekauft.
Es können folgende hochstämmige, für den Standort passende, Baumarten gepflanzt werden:
• Acer campestre (Feld-Ahorn)
• Acer platanoides (Spitz-Ahorn)
• Alnus glutinosa (Schwarz-Erle)
• Alnus incana (Grau-Erle)
• Betula pendula (Sandbirke)
• Carpinus betulus (Hainbuche)
• Castanea sativa (Ess-Kastanie)
• Corylus colurna (Türkische Baum-Hasel)
• Fagus sylvatica (Rotbuche)
• Fraxinus excelsior (Gemeine Esche)
• Fraxinus ornus (Blumen-Esche)
• Juglans regia (Walnuss)
• Malus sylvestris (Wildapfel),
• Morus alba (Weiße Maulbeere)
• Prunus cerasifera (Blutpflaume)
• Steinweichsel (Prunus domestica)
• Platanus x hispanica (Platane)
• Prunus padus (Traubenkirsche)
• Pyrus pyraster (Wildbirne)
• Quercus robur (Stiel-Eiche)
• Quercus petraea (Traubeneiche)
• Sorbus aucuparia (gemeine Eberesche)
• Sorbus domestica (Speierling)
• Sorbus intermedia (schwedische Mehlbeere)
• Sorbus torminalis (Elsbeere)
• Tilia cordata (Winterlinde)
• Ulmus laevis (Flatter-Ulme)
Mit der Pflanzung sind die Bäume durch die Berliner Baumschutzverordnung als Ersatzbaum geschützt und werden in das Kataster aufgenommen. Die Bäume sind fachgerecht in der Vegetationsruhe (am besten von Oktober bis März) frostfrei zu pflanzten. Die Jungbäume müssen fachgerecht bewässert werden (in der Anwuchsphase in Vegetationszeit alle 10 – 14 Tage ca. 80 l Wasser). Zusätzlich müssen Pflegeschnitte oder Düngemaßnahmen durchgeführt werden. Die Bewerberin/der Bewerber soll nach der Pflanzung ein Foto vom Pflanzloch und der Pflanzung sowie in den ersten 4 Jahren jährlich ein Foto zum Beleg des Anwuchserfolgs sowie den für die Bewerbung notwendigen Lageplan an naturschutz@reinickendorf.berlin.de senden.
Bis zum 30. September 2026 können Bewerbungen mit Lageplan gestellt werden. Die Kosten des zu pflanzenden Baumes können zu 100 % finanziert werden. Die Pflanzung erfolgt durch eine vom Umwelt- und Naturschutzamt ausgewählte Gartenbaufirma. Es ergibt sich kein Recht auf die Förderung, sie ist durch die verfügbaren Gelder begrenzt. Soziale Einrichtungen werden bevorzugt berücksichtigt.
Hier geht’s zur Bewerbung: Bewerbung für eine Baumförderung
Bitte senden Sie den für die Bewerbung notwendigen Lageplan separat an naturschutz@reinickendorf.berlin.de.