Reinickendorf gewinnt ein Zentrum jüdischen Lebens

Pressemitteilung Nr. 2852 vom 08.09.2026

Gemeinsames Gruppenbild zur vorläufigen Besitzeinweisung des Grundstückes im Rallenweg 2 mit Josef Gordon, Geschäftsführer Jüdische Gemeinde Chabad Berlin, Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner und Harald Muschner, Bezirksstadtrat für Facility Management (v.l.n.r).

Gemeinsames Gruppenbild zur vorläufigen Besitzeinweisung des Grundstückes im Rallenweg 2 mit Josef Gordon, Geschäftsführer Jüdische Gemeinde Chabad Berlin, Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner und Harald Muschner, Bezirksstadtrat für Facility Management (v.l.n.r).

Nach einem langen Interessenbekundungsverfahren steht nun fest:
Das Grundstück am Rallenweg 2 in Heiligensee wird künftig von der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin genutzt. Eine finale Vertragsvereinbarung wird zwar erst noch ausverhandelt, aber eine vorläufige Besitzeinweisung wurde heute unterzeichnet. Damit erwacht das Areal, das lange brachlag, aus dem Dornröschenschlaf.

„Mir war es stets ein wichtiges Anliegen, jüdisches Leben in Reinickendorf sichtbar zu machen und dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein unseres Bezirks zu verankern. Dafür habe ich mich über viele Jahre hinweg eingesetzt und freue mich sehr, dass wir diesen langwierigen Prozess erfolgreich zum Abschluss bringen konnten. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Reinickendorf eine lebendige jüdische Gemeinschaft. Mit dem neuen Nutzer kehrt nun ein Teil dieses traditionsreichen jüdischen Lebens symbolisch wieder ,nach Hause‘ zurück und bereichert den Bezirk in gesellschaftlicher, religiöser und gemeinschaftlicher Hinsicht“, sagt Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner.

Reinickendorfs Bezirksstadtrat für Facility Management Harald Muschner: „Gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin und meinem Bereich Facility Management haben wir den Ablauf über die gesamte Zeit aktiv gesteuert und dafür gesorgt, dass das überzeugende Nutzungskonzept der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin umgesetzt werden kann. Reinickendorf gewinnt damit ein lebendiges Zentrum jüdischen Lebens hinzu. Ein Stück unserer Geschichte kehrt zurück.“

Das Gelände wird zu einem Ort der Begegnung, Bildung, des kreativen Austauschs und religiöser Praxis entwickelt. Das Zentrum soll als Brücke zwischen unterschiedlichen Gruppen wirken und aktiv zur Stärkung demokratischer Werte, eines toleranten, solidarischen Miteinanders
und gegenseitiger Wertschätzung beitragen.

Geplant sind unter anderem Austauschformate mit Schulen, Jugendeinrichtungen und Gruppen anderer sozialer und gemeinschaftlicher Einrichtungen. Workshops und Programme sollen demokratische Kompetenzen fördern, für Diskriminierung und Antisemitismus sensibilisieren sowie Toleranz und interkulturelles Verständnis stärken.