Gemeinsam erinnern, gemeinsam Verantwortung tragen: Reinickendorf und Glienicke gedenken der Maueropfer

Pressemitteilung Nr. 2788 vom 13.08.2026

Gedenkkreuz am Edelhofdamm / Oranienburger Chaussee

Reinickendorf und die Gemeinde Glienicke/Nordbahn haben heute, am 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer, gemeinsam der Opfer der SED-Diktatur und der deutschen Teilung gedacht. Bei einer feierlichen Kranzniederlegung am Gedenkkreuz am Edelhofdamm/Oranienburger Chaussee erinnerten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft an die Menschen, die an der Berliner Mauer ihr Leben verloren oder unter der Unfreiheit und der Teilung Deutschlands litten.

Zur Veranstaltung hatten das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf gemeinsam mit der Gemeinde Glienicke/Nordbahn eingeladen. Die Patenkompanie des Bezirksamtes, die 7. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung, unterstützte die Veranstaltung protokollarisch.

Reinickendorfs stellvertretender Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen: „Reinickendorf und Glienicke zeigen seit Jahren, dass die ehemalige Grenze heute keine Trennlinie mehr ist, sondern eine gemeinsame Verantwortung. Wo früher Wachtürme standen, stehen heute Menschen gemeinsam an einem Gedenkkreuz. Wo einst Schüsse fielen, werden heute Kränze niedergelegt. Wo sich einst Misstrauen und Gewalt begegneten, begegnen sich heute Nachbarn in Freiheit. Das ist für mich der schönste Sieg über die Mauer.“

Dr. Ulrich Strempel, Vorsitzender der Gemeindevertretung von Glienicke/Nordbahn, ging auf das Schicksal von Michael Bittner ein, der am 24. November 1986 von Grenzsoldaten zwischen Glienicke und Frohnau erschossen wurde. „Michael Bittner fühlte sich vom SED-Staat bevormundet, überwacht und seiner Freiheit beraubt. Er wollte selbst über sein Leben entscheiden“, sagte er. Bittners Geschichte stehe stellvertretend für viele Schicksale an der innerdeutschen Grenze. Sie erinnere daran, dass die Berliner Mauer nicht nur aus Beton bestand. „Sie war Ausdruck einer Diktatur, die Menschen einsperrte, Familien trennte und Freiheit mit Waffengewalt verhinderte.“

Bilder der Gedenkveranstaltung

  • Rede Uwe-Brockhausen, stellvertretender Bürgermeister Reinickendorf

    Rede Uwe Brockhausen, stellvertretender Bezirksbürgermeister Reinickendorf

  • Dr. Ulrich Strempel Vorsitzender der Gemeindevertretung von Glienicke / Nordbahn

    Dr. Ulrich Strempel, Vorsitzender der Gemeindevertretung von Glienicke/Nordbahn

  • Ehrenposten der 7. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung

    Ehrenposten der 7. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung

  • Ehrenwache der Patenkompanie des Bezirksamtes

    Ehrenwache der Patenkompanie des Bezirksamtes

  • Kommando "Augen Rechts" für die Kranzniederlegung

    Kommando "Augen Rechts" für die Kranzniederlegung

  • Stilles Gedenken

    Stilles Gedenken

  • Gedenkminute

    Gedenkminute

  • Gäste der Gedenkveranstaltung

    Gäste der Gedenkveranstaltung

  • Gemeinsames Gruppenfoto nach der Gedenkveranstaltung. Von rechts nach links: Herr Brigadegeneral Busch, Herr Dr. Strempel, Herr Steguweit, Bürgemeister Glienicke / Nordbahn, Frau Simon, stellvertr. Bürgermeisterin Hennigsdorf, Herr Brockhausen, Frau Köppen, Herr Muschner, Herr Pieper und Herr Holger Mittelstädt, Beigeordneter und Dezernent für Bildung, Kultur und Sport Landkreis OHV.

    Gemeinsames Gruppenfoto nach der Gedenkveranstaltung. Von rechts nach links: Brigadegeneral Horst Busch, Dr. Ulrich Strempel, Arno Steguweit (Bürgemeister Glienicke/Nordbahn), Petra Simon (stellvertr. Bürgermeisterin Hennigsdorf), Reinickendorfs Stv. Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen, Reinickendorfs BVV-Vorsteherin Kerstin Köppen, Bezirksstadträte Harald Muschner und Sebastian Pieper, Oberhavel-Beigeordneter Holger Mittelstädt.

  • Gemeinsamer Gedenkkranz der BVV und des BA Reinickendorf

    Gemeinsamer Gedenkkranz der BVV und des BA Reinickendorf