Aktuelles aus dem Bezirksamt und der Berliner Verwaltung

Karte der gefühlten Temperaturen in Hellersdorf tagsüber

Überwärmung in Hellersdorf

Stadtteilklimatisches Gutachten Hellersdorf

Der Klimawandel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich beschleunigt und ist eine der zentralen globalen Herausforderungen. In Berlin nimmt insbesondere die Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen zu, so wie die damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Besonders betroffen sind vulnerable Bevölkerungsgruppen wie Kinder, ältere Menschen und chronisch Erkrankte. In dicht bebauten urbanen Räumen verstärken versiegelte Flächen und fehlende nächtliche Abkühlung die Wärmebelastung.

Für die Großsiedlung Hellersdorf ergibt sich aufgrund der städtebaulichen Struktur und der demografischen Zusammensetzung ein erhöhter Handlungsbedarf im Bereich Hitzeschutz und Klimaanpassung. Im Rahmen des Projekts Heißes Hellersdorf wurden in 15 Wetterstationen installiert, die über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr lokale Klimadaten erfassen. Aufbauend auf dieser Datengrundlage wurden die Wärmebelastung und besonders hitzeempfindliche Orte in Hellersdorf analysiert. Die Ergebnisse stehen unten als Gutachten und Kurzfassung zum Herunterladen bereit.

Dieses Gutachten wurde durch das Umwelt- und Naturschutzamt Marzahn-Hellersdorf beauftragt und mit Fördermitteln der Senatsverwaltung für den bezirklichen Hitzeschutz finanziert.

  • Quartier- und Stadtteilklimatisches Gutachten Hellersdorf

    PDF-Dokument (14.9 MB)

  • Quartier- und Stadtteilklimatisches Gutachten Hellersdorf - Kurzfassung

    PDF-Dokument (7.6 MB)

Klimabürgerrat in Marzahn-Hellersdorf

v.l.n.r.: Anne Weise (Berliner Enegieagentur), Rabea Koss (Porjektleiterin von "Klima trifft Kommune"), Nadja Zivkovic (Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf), Dominik Chadid (Klimaschutzbeauftragter für Marzahn-Hellersdorf)

Ergebnisse der Einwohnergbefragung zu Hitzeschutz in Marzahn-Nord

Nachdem der Bürgerrat seine Empfehlungen zum Hitzeschutz in Marzahn-Nord verabschiedet hat, wurden diese im Bezirksamt auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Zehn Vorschläge wurden für umsetzbar befunden und in einer Einwohnerbefragung zur Wahl gestellt. Alle Personen ab 16 Jahren in Marzahn-Nord haben dazu per Post einen Stimmzettel erhalten.

An der Befragung haben 1.650 Personen teilgenommen, das entspricht 8,7 Prozent aller Befragten. Eine klare Mehrheit hat dabei die Empfehlungen des vorangegangenen Bürgerrats angenommen.

Neue Sitzbänke auf öffentlichen Flächen erhielten mit 85,0 % Ja-Stimmen die höchste Zustimmung aller Maßnahmen – gefolgt von Gärten an öffentlichen Plätzen (82,8 %), Grünflächen als Wildblumenwiesen (83,0 %) und Trinkwasserspendern in öffentlichen Gebäuden (81,4 %). Auch die Weiterführung des Hitzetelefons (69,9 %), Bildungsmaßnahmen in Kitas und Schulen (70,2 %) sowie das Entsiegeln von Betonplatten im Seelgrabenpark (66,5 %) fanden deutliche Unterstützung. Weitere Informationen zur Befragung sowie die vollständigen Ergebnisse sind hier verfügbar.

Die Ergebnisse bilden nun die Grundlage für die Entscheidungen des Bezirksamts, welche Maßnahmen umgesetzt werden. Die ersten Maßnahmen sollen bereits im Jahr 2026 umgesetzt werden.

Wildblumenwiese

Blühwiese als Symbol für Artenschutz auf Grünflächen

Klima und Natur retten statt Rasen mähen: Wie Ihre Grünflächen fit für die Zukunft werden

Fit für die Zukunft: Wie kann ein Innenhof oder der eigene Garten die Folgen des Klimawandels besser bewältigen? Wie kann eine Wiese die Artenvielfalt im Quartier fördern? Die Arbeitsgruppe Quartier und Klimaanpassung des Klimarats Marzahn-Hellersdorf hat dazu Tipps und Empfehlungen zusammengestellt.

Die entstandene Handreichung soll insbesondere privaten Flächeneigentümerinnen und -eigentümern in Marzahn-Hellersdorf eine Orientierung geben, wie sie ihre Grünflächen so anlegen und pflegen können, dass sie einen Beitrag zu Naturschutz und Klimaanpassung leisten.

Ziel ist zum einen, die Artenvielfalt zu schützen und zu fördern, zum Beispiel durch Grünflächen mit vielfältigen, standortgerechten Blütenpflanzen, die seltener gemäht werden und so vielen Tierarten Nahrung und Lebensraum bieten. Zum anderen kann die Beschattung durch Bäume und Sträucher sowie die Versickerung und Verdunstung von Regenwasser das Mikroklima deutlich verbessern und die Folgen des Klimawandels abmildern.

Neben einer kompaten Übersicht der Handlungsmöglichkeiten bietet die Handreichung eine thematische Linksammlung zu weiterführenden Informationen.

Die Handreichung steht hier zum Download zur Verfügung.

  • Klima und Natur retten statt Rasen mähen - Tipps zur klimaangepassten Grünflächenpflege

    PDF-Dokument (467.9 kB)

Der Natürliche Garten – ökologische Gartengestaltung leicht gemacht

Mit diesem Leitfaden möchten wir die Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer aber auch Kleingärtnerinnen und Kleingärtner ansprechen, um die vielen Möglichkeiten aufzuzeigen, seinen eigenen Garten umwelt- und klimafreundlich zu gestalten.

Ein Garten ist ein Platz zum Erholen, zum Gestalten, zum Erleben und zum Staunen. Gerade in Marzahn-Hellersdorf können wir uns über die schönen und zahlreichen Vorgärten freuen. Nicht nur fürs Auge, sondern auch für die Umwelt leistet jeder natürlich gestaltete Garten viel. Er trägt zur ökologischen Vielfalt und zur Regulierung des Mikroklimas bei.

Begrünungen durch einheimische Pflanzen helfen, dem Insektensterben entgegenzutreten und bieten darüber hinaus auch für viele andere Tierarten Lebensraum. Außerdem unterstützt ein ökologisch gestalteter Garten das natürliche Abfließen von Wasser und hilft somit der Grundwasserneubildung.

Auch Sie können durch eine natürliche Gestaltung Ihres Gartens dazu beitragen, dem Klimawandel entgegenzuwirken und das grüne Stadtbild unseres schönen Bezirks zu erhalten.

Der Leitfaden entstand im Rahmen der Maßnahme 2 „Kampagne „ökologischer Garten“” des Klimaaktionspakets Marzahn-Hellersdorf in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Grundstücksnutzer e.V. (VDGN) und dem Naturschutz Berlin-Malchow.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß damit!

  • Leitfaden zur Ökologischen Gartengestaltung leicht gemacht!

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Weiterentwicklung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz schreibt das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030) für den Umsetzungszeitraum 2022 bis 2026 fort.

Bereits im Umsetzungszeitraum 2017 bis 2021 wurden viele Maßnahmen erfolgreich realisiert. Nun ist das BEK 2030 nach den Vorgaben des Berliner Energiewendegesetzes weiterzuentwickeln.

Alle Berliner Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich hier aktiv einzubringen und so den Weg Berlins zu einer klimaneutralen Stadt mitzugestalten. Ihre Hinweise und Anregungen fließen in die Weiterentwicklung des BEK 2030 ein.

Dem Projekt kann auf der Beteiligungsplattform des Landes Berlin mein.berlin.de gefolgt werden, um darüber aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten zu erhalten.