Nachhaltige Erneuerung

Bild der beabsichtigten Maßnahmen ab 2020
Bild der beabsichtigten Maßnahmen ab 2020

Übersichtskarte zu den beabsichtigten Maßnahmen ab 2020 für die Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf

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Das Programm “Nachhaltige Erneuerung” (früher „Stadtumbau im Bezirk”/“Stadtumbau Ost für lebenswertes und attraktives Wohnen“) kommt seit dem Jahr 2002 in der Gebietskulisse Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf zum Einsatz. Mit ca. 100.000 Wohneinheiten und rd. 190.000 Einwohnern ist dies die größte in industrieller Bauweise errichtete Siedlung in Deutschland und bildet einen Schwerpunkt der Stadtumbauförderung in Berlin.
Im Rahmen der nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes auf der Grundlage des Baugesetzbuches §§ 171 a-d werden schwerpunktmäßig Maßnahmen erforderlicher städtebaulicher Anpassungen infolge des demographischen und wirtschaftlichen Strukturwandels sowie der Erfordernisse des Klimaschutzes finanziert.

Von 2002 bis 2019 wurden in den Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf rd. 157 Mio. € für den Stadtumbau eingesetzt.
Seit 2002 lassen sich unterschiedliche Phasen des Stadtumbaus in den Großsiedlungen nachvollziehen. Zunächst gab es die Herausforderung die Abwanderung zu stoppen und die Quartiere zu stabilisieren. Daher wurden zwischen 2003 und 2009 leerstehende Wohn- und Infrastrukturgebäude rückgebaut und die Nachnutzung für die Flächen organisiert. Mit der allmählichen Stabilisierung der Bevölkerungszahlen verlagerte sich das Ziel des Stadtumbaus darauf, die Großsiedlung als grünes und familienfreundliches Stadtgebiet weiterzuentwickeln – und die Aufwertung der verbliebenen Schulen und Kitas sowie des öffentlichen Freiraums stand im Vordergrund. Inzwischen ist auch qualitätvoller Wohnungsneubau sowie die Ergänzung von Schul- und Kitagebäuden wieder ein Thema.

Die beiden Großsiedlungen Marzahn und Hellersdorf haben sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Infolge der Aufwertungsmaßnahmen aber auch durch die Erhöhung der Mietpreise in den Innenstadtbezirken steigen seit 2009 die Bevölkerungszahlen. Insbesondere junge Familien zieht es in die modernen und trotzdem mietgünstigen Wohnungen in einem sehr grünen Umfeld. Um diese Entwicklung zu verstetigen, formulierte das überarbeitete INSEK 2011/12 folgende Entwicklungsziele:
• Schaffung eines bedarfsgerechten Wohnungsangebots
• Klimagerechte Stadtentwicklung
• Weiterentwicklung eines zukunftsfähigen Bildungsstandorts
• Anpassung des öffentlichen Raums an den demographischen Wandel
• Förderung lebendiger Nachbarschaften in den Stadtteilen und Quartieren
• Qualifizierung der stadträumlichen Situation und der städtischen Umwelt.

Durch die Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin im Jahr 2017 in Marzahn-Hellersdorf mit dem Schwerpunkt der „Gärten der Welt“ hat das Gebiet auch dank der Stadtumbauförderung weitere Entwicklungsimpulse erhalten.

Von März 2013 bis Dezember 2019 unterstützte die S.T.E.R.N. GmbH als Gebietsbeauftragter für den Stadtumbau das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bei der Umsetzung dieser Ziele und der damit verbundenen Förderprojekte. Ab 2020 übernimmt die Weeber+Partner GmbH diese Funktion für den Bezirk.
Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen der Entwicklung Berlins und des Bezirks wurde in 2019 ein Strategiepapier erarbeitet, welches gemeinsam mit Senat und Bezirk abgestimmt wurde und die wichtigsten Entwicklungsräume und Schlüsselprojekte für die kommenden Jahre darin definiert.

Ab dem Jahr 2021 wird das Programm aufgrund der neuen Förderperiode des Bundes in „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ umbenannt.
Weitere Informationen zum Stadtumbau in Marzahn-Hellersdorf und den einzelnen durchgeführten Maßnahmen finden Sie auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen oder in den Konzepte und Publikationen zum Stadtumbau in Marzahn-Hellersdorf.