Umwelt hautnah - Natur verstehen und erfahren

Senatsverwaltung für Kultur und Europa, BiST

Wir freuen uns, dass auch der neue Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „Bibliotheken im Stadtteil II (BIST)“ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa bewilligt wurde.
Im Laufe der Jahre 2019 – 2022 wird die Bibliothek Tiergarten Süd entscheidend bei ihrer Zielsetzung unterstützt, das Profil der Bibliothek, als niedrigschwelligen soziokulturellen Bildungstreffpunkt und einem Ort der Kompetenzvermittlung für “nachhaltige Lebensstile” auszubauen. Die Fördersumme von Seiten der EU beträgt 62.100 Euro für den gesamten Zeitraum.

Das Vorhaben Uhu – Umwelt hautnah – Natur verstehen und erfahren

Das Vorhaben Uhu – Umwelt hautnah – Natur verstehen und erfahren

Das Vorhaben Uhu – Umwelt hautnah – Natur verstehen und erfahren zielt darauf ab, das Profil der Stadtbibliothek Tiergarten Süd weiter auszubauen hin zu einem Ort der Kompetenzvermittlung für nachhaltige Lebensweise. Das Angebotsspektrum der Bibliothek soll sukzessive im Sinne der Nachhaltigkeitsphilosophie erweitert werden und so zu einer Erhöhung der Außenwirkung beitragen. Angedacht ist die Gestaltung von Schauflächen im Außenbereich der Bibliothek, die Durchführung von Workshops, beispielsweise zum verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur und deren Umsetzung in unserem Lebensalltag. Schaffung einer kleinen „Bibliothek der Dinge“ für Werkzeuge und Hilfsmittel und auch die Durchführung von Vorträgen u.a. zum Thema Nachhaltigkeit.Die Anschaffung neuer Medien führt zu einer Aktualisierung und Erweiterung des Medienangebotes und baut den Themenschwerpunkt weiter aus.

Die „grünen“ Angebote der Bibliothek Tiergarten-Süd

„Video: VöBB“

Video: Die „grünen“ Angebote der Bibliothek Tiergarten-Süd

Insektenfreundliche Schauflächen und Hochbeete, eine Saatgut-Bibliothek, die „Bibliothek der Dinge“ mit Werkzeugen und Gartengeräten und themenrelevante Medien geben Anregungen für eine naturnahe und nachhaltige Lebensweise.
https://youtu.be/4Wd5L82KrQU

Bibliothek der Dinge in Tiergarten Süd

Ungewöhnliches zum Ausleihen

Bibliothek der Dinge

Die Bibliothek Tiergarten-Süd hat am 18.09.2020 ihre „Bibliothek der Dinge“ eröffnet. Werkzeuge sowie Garten- und Bastelhilfsmittel können vor Ort 4 Wochen lang ausgeliehen werden. Damit erweitert die Kiez-Bibliothek, die sich in den letzten Jahren der Kompetenzvermittlung für nachhaltige Lebensweise etabliert hat, ihr Angebot. Indem Dinge ausgeliehen werden, die man nur selten benutzt oder einfach mal ausprobieren möchte, werden Energie und Ressourcen geschont.
Saatgut-Bibliothek

Saatgut-Bibliothek

Saautgut-Bibliothek

Diese Saatgut-Bibliothek ist als „Verstetigung“ der beliebten Saatgut-Tauschbörsen gedacht, aber unter dem Aspekt des Ausleihens: Geliehenes Saatgut wird angebaut und ein Teil der Pflanzen als Samenträger ausgewählt. Diese Samenernte wird dann in die Bibliothek zurückgebracht und kann nun erneut ausgeliehen und angebaut werden. Im Idealfall steht so immer frisches, möglichst ökologisch angebautes Saatgut zur Verfügung. Es können sich sogar regionale, also standortangepasste, Sorten herausbilden! Wir wollen so ebenfalls zum Erhalt alter, bewährter oder auch seltener Sorten beitragen.
Die Saatgut-Bibliothek kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek Tiergarten-Süd kostenlos genutzt werden.

Saatgut - Vielfalt und Lebensgrundlage

  • Info-Broschüre Saatgut Grüne Bibliothek

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Außenbereich

Blühwiese

Blühwiese

Blühwiese

Artenrenreiche Blühwiesen sind überlebenswichtige Biotope für eine Vielzahl von Insekten (und anderen Tieren). Dort finden sie Nektar in Hülle und Fülle und bei rücksichtsvoller Pflege auch Brutrefugien.
Die Blühwiese vor der Bibliothek wurde ausschließlich mit regionalem Saatgut ausgesät und kann aufgrund ihrer kleinen Größe lediglich als ‘Rettungsinsel’ und Anregung zur Nachahmung dienen.

Blühwiese

Blühwiese aussäen

Aussäen einer Blühwiese

Die Natur hat ihre eigenen Zeiten und Rhythmen, unabhängig von uns umtriebigen (Stadt-) Menschen.
Um eine Blühwiese zu etablieren, ist es erst einmal wichtig, dass sie zu einer bestimmten Zeit ausgesät wird.

Ruderalfläche/Spontanbegrünung

Ruderalfläche/Spontanbegrünung

Ruderalfläche/Spontanbegrünung

Eine Spontanbegrünung oder Spontanvegetation zeigt sozusagen unsere eigentliche industriell geprägte Stadtnatur und zeichnet sich durch die perfekte Anpassung an städtische Bedingungen aus. Sie beherbergen standorttypische Nektarpflanzen und bieten Nahrung und Lebensräume für viele Insektenarten. Selbst kleine Flächen können Inseln/Mosaiktrittsteine auf dem Weg zum nächsten Park oder Garten sein.

Wildbienen – die fabelhafte Welt der Vielfalt

Nisthilfen für Wildbienen und Insekten

Nisthilfen für Wildbienen und Insekten

Viele Wildbienen – wichtige und unersetzliche Bestäuber für Obst und Gemüse – sind vom Aussterben bedroht. Hilfreich können passende Nisthilfen sein, die leicht selbst zu bauen sind. Bitte vorher gut recherchieren, viele, auch zum Verkauf angebotene Nisthilfen sind leider ungeeignet! Rund um die Nisthilfen sollte ein ausreichendes Nahrungsangebot an nektarreichen Blühpflanzen zur Verfügung stehen.

Blühstreifenmischungen

Blühstreifenmischungen

Blühstreifenmischungen

Blühstreifen können zur Sicherung der Artenvielfalt und zum Schutz von Insekten beitragen, es sind mittlerweile viele unterschiedliche Mischungen für unterschiedliche Bedarfe im Fachhandel erhältlich, immer sollte auf hochwertiges und gebietsheimisches Bio-Saatgut geachtet werden. Einige Beispiele unterschiedlicher Blühmischugen zeigen die Hochbeete vor der Bibliothek.
Wachsenlassen-Garten Kultur Gemeinschaft

Stauden

Stauden

Stauden

Zwei der Hochbeete vor der Bibliothek bieten Pflanzvorschläge, Staudenbeete nach folgenden Kriterien anzulegen:
1. Sie bieten Nahrung für (Wild-) bienen und andere Insekten.
2. Sie sind als Heil-, Tee-, oder Gewürzpflanze auch für den Menschen nutzbar.
3. Sie regen dazu an, Wild- und Nutzpflanzen in Zierbeeten zu verwenden.

Urbanität & Vielfalt

Urbanität & Vielfalt

Urbanität & Vielfalt

Das Hochbeet wird durch ehrenamtliches Engagement im Rahmen des Bundesprogrammes „Urbanität & Vielfalt: Biodiversität durch bürgerschaftliches Engagement –seltene heimische Wildpflanzen im Garten und auf dem Balkon“ bewirtschaftet. Hier wurden im Jahr 2020 folgende seltene oder bedrohte regionale Wildpflanzen ausgesät und werden weiterhin gepflegt: Golddiestel (Carlina vulgaris), Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum), Gewöhnliche Pechelke (Silene viscaria), Gewöhnliche Grasnelke (Armenia maritima), Rauer Löwezahn (Leontodon hispidus subsp. Hispidus), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria), Steppen-Lieschgras (Phleum phleoides).
Informationen über das Bundesprogramm Urbanität und Vielfalt