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Heimat und Fremde

Pressemitteilung vom 07.09.2013

Lesung und Gespräch mit Ruža Kanitz

Am Mittwoch , dem 11. September 2013 , um 19.00 Uhr , lädt die Bibliothek am Luisenbad zu einer Lesung mit der Autorin Ruža Kanitz ein.

Ruža Kanitz, 1961 in Kroatien geboren, kam als sehr junge Frau nach Berlin, um mit einem deutschen Mann zu leben. Lange erfuhr sie das andere Land als fremd und ungastlich, ihre Einsamkeit überwand sie erst, als sie sich aus dieser Ehe löste und eigene Schritte ging, lernte,
arbeitete, schrieb, als sie erneut heiratete und ihren in Berlin geborenen Sohn beim Aufwachsen begleitete. Sie hat mehrere Bücher in deutscher Sprache veröffentlicht.
In Interviews mit Migrantinnen („Die fremde Nachbarin“) und Migranten („Berlin mit Akzent“) näherte sie sich den vertrauten Schicksalen der anderen, in Romanen gestaltete sie den Aufbruch aus dem dörflich-kargen Leben in Südosteuropa, wo man in enger Verbundenheit
mit den Familienmitgliedern, der Natur und den Tieren lebt. Dieser Aufbruch und das schwierige Ankommen in einem ganz anderen Leben ist ihr Thema.

Die Lesung findet im Rahmen einer Lesereihe statt, zu der die Stadtbibliothek Berlin-Mitte unter dem Titel “Heimat und Fremde“ im Herbst 2013 zum zweiten Mal einlädt. In einem Gespräch mit der Schriftstellerin Regina Scheer werden Ruža Kanitz , und in zwei weiteren Veranstaltungen Martin Hyun und Marianna Salzmann , über ihre biographischen Erfahrungen berichten, die sie mit vielen ihrer Leser teilen und die doch so verschieden sind wie ihre Herkunft und ihre künstlerischen Ausdrucksformen.

In der Literatur zeigt sich deutlich, was in anderen Bereichen oft nicht so offen zutage liegt: Die
Einwanderung ist Bereicherung, ein Gewinn für die Mehrheitsgesellschaft. Wie schon im Vorjahr, werden Schriftsteller vorgestellt, die Deutsch schreiben, zur deutschen Literatur gehören und doch die Prägungen ihrer Herkunft nicht verloren haben, sie sogar zum Gegenstand ihres Schreibens machen.

Regina Scheer, Initiatorin und Moderatorin der Lesereihe Heimat und Fremde, hat sich in mehreren Büchern vor allem mit deutsch-jüdischer Geschichte beschäftigt. Sie lebt im Wedding, wo sie seit einigen Jahren das Erzählcafé in der Malplaquetstraße unterhält.

Gäste mit Kommunikations- bzw. Assistenzhilfebedarf melden diesen bitte bis zum 06.09.2013 unter der Telefonnummer 901824412 oder per Email oeffentlichkeitsarbeit@stb-mitte.de an.
Eintritt frei.
Gefördert vom Berliner Autorenlesefonds. Bibliothek am Luisenbad Travemünder Str. 2/Ecke Badstraße,13357 Berlin
Tel.: 9018 4 5610, E-Mail: luisenbad@stb-mitte.de
U8 Pankstraße, U8 9 Osloer Straße, Bus M27, 125, 128, 150, 255; Tram M13, 50