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Schauspieler fasst man nicht an!

Pressemitteilung vom 03.11.2011

Lesung mit Gwendolyn von Ambesser in der Stadtbibliothek Mitte Am Freitag, den 11.11.2011 um 18.00 Uhr stellt die Tochter des bekannten Schauspielers Axel von Ambesser in der Hansabibliothek ihre neue Biographie über ihren Vater vor. Gwendolyn von Ambesser zeichnet hier ein liebevolles, aber auch kritisches, äußerst amüsantes Bild ihres Vaters, dem bekannten deutschen Schauspieler, Regisseur und Autor der Nachkriegszeit und dessen Familie. In spannenden Schilderungen schlägt sie einen großen Bogen von den mittellosen Ahnen im sächsischen Erzgebirge über die reichen Kaufleute im kaiserlichen Russland bis in das von ihrem Vater erlebte zwanzigste Jahrhundert mit den Weltkriegen, der Inflation und den politischen Wirren, aber auch mit dem Wirtschaftswunder, den beruflichen Erfolgen und den gewonnenen Freiheiten. Dabei zeigt sie auch viel von der privaten und facettenreichen Seite ihres Vaters und seiner Wandlung vom “schwarzen Schaf” zum “Stolz der Familie“.
Axel von Ambesser wurde 1910 als Sohn eines Hamburger Kaufmanns geboren. Ohne Schauspielausbildung erhielt er ein Engagement an den Hamburger Kammerspielen und bekam währenddessen Schauspielunterricht. In der Zeit des Dritten Reiches wirkte er in verschiedenen Theaterensembles mit wie am Stadttheater Augsburg, an den Münchner Kammerspielen, ab 1936 am Deutschen Theater in Berlin und am Theater in der Josefstadt in Wien. Gustaf Gründgens verpflichtete ihn an das Staatstheater Berlin. Daneben wirkte er als Schauspieler in verschiedenen Filmen mit, wie z.B. in Frauen sind keine Engel (1943).
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Ambesser zunehmend auch als Autor für Bühne, Film und Fernsehen und das Nachkriegskabarett Die Schaubude in München, für das er auf Tournee auch viele Beiträge schrieb. Zudem war er auch als Filmregisseur erfolgreich. Seine bekanntesten und erfolgreichsten Filme sind Der Pauker (1958) und Der brave Soldat Schwejk nach Jaroslav Hašek (1960), der in den USA einen Golden Globe als bester ausländischer Film erhielt; weiterhin Der Gauner und der liebe Gott (1960), Kohlhiesels Töchter (1962) und der Pater-Brown-Film Er kann’s nicht lassen (1962).

Gwendolyn von Ambesser, geboren 1949, ist wie ihr Vater als Regisseurin, Schauspielerin und darüber hinaus auch als Bühnenbildnerin tätig. Sie arbeitete auch als Journalistin und Drehbuchautorin. 1983 erhielt sie für diese Tätigkeit den Förderpreis der Bayerischen Filmförderung (Ein Versuch zu überleben).
Das Buch ist im Verlag Edition AV erschienen. Der Eintritt ist frei.
Gwendolyn von Ambesser steht ab 05.11.2011 für Interviews in Berlin zur Verfügung.
Kontakt: 0170 4412240 Hansabibliothek Altonaer Str.15, 10557 Berlin
Tel. 9018 3 2156 | E-Mail: hansa@stb-mitte.de
Mo, Fr 13.00-19.30 Uhr
Di-Do 12.00-18.00 Uhr
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