Berliner Zukunftstag: Land Berlin zieht Bilanz zur Personalstrategie und zeichnet herausragende Ausbildungsarbeit aus
Pressemitteilung Nr. 011 vom 17.06.2026
Wie gewinnt, qualifiziert und bindet das Land Berlin in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, demografischem Wandel und zunehmendem Wettbewerb um Fachkräfte die Beschäftigten von morgen? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Mittwoch, den 17. Juni 2026, der Berliner Zukunftstag „PEP & Perspektiven“ im Friedrichstadt-Palast.
Auf Einladung der Senatsverwaltung für Finanzen -Abteilung Landespersonal- kamen rund 1.300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie Ausbilderinnen, Ausbilder, Praxisanleitende und Nachwuchskräfte zusammen, um über die Zukunft der Personalentwicklung in der Berliner Verwaltung zu diskutieren. Der erstmals veranstaltete Zukunftstag knüpfte an den PEP-Kongress 2024 sowie das daraus hervorgegangene Personalentwicklungsprogramm „PEP 2030“ an.
Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der kommenden Jahre: der demografische Wandel, der Wettbewerb um Fachkräfte und die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt. Diskutiert wurde, wie sich die Berliner Verwaltung auf diesen Wandel vorbereitet , welche Kompetenzen künftig benötigt werden und wie die Verwaltung leistungsfähig und attraktiv als Arbeitgeber bleibt.. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Frage, wie KI Berufsbilder, Qualifizierungsbedarfe und Führungsaufgaben verändern wird.
Finanzsenator Stefan Evers: „Die Berliner Verwaltung steht vor einem doppelten Wandel: In den kommenden Jahren werden viele erfahrene Beschäftigte in den Ruhestand gehen, gleichzeitig verändern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt grundlegend. Unser Ziel ist es, diese Entwicklung aktiv zu gestalten. Deshalb investieren wir in Qualifizierung, moderne Arbeitsformen und die Kompetenzen unserer Beschäftigten. KI wird den Menschen nicht ersetzen, aber sie wird viele Aufgaben verändern. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg mitnehmen und die Verwaltung fit für die Zukunft machen.“
Die Diskussionen des Zukunftstags machten deutlich: Die Zukunftsfähigkeit der Berliner Verwaltung entscheidet sich auch daran, ob es gelingt, qualifizierte Nachwuchskräfte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen, gut auszubilden und langfristig zu binden.. Deshalb stand auch die Ausbildung im Fokus der Veranstaltung. Höhepunkt war die Verleihung des Ausbildungspreises des Landes Berlin durch den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Mit der Auszeichnung würdigt das Land Dienststellen, die mit innovativen Projekten und vorbildlichen Rahmenbedingungen einen herausragenden Beitrag zur Ausbildung und Förderung von Nachwuchskräften leisten.
Ausgezeichnet wurden:
In der Kategorie „Innovative Ausbildungsprojekte“ die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz mit dem Projekt „Digitalisierung im Schülerpraktikum“. Mit den Teilprojekten PraktiBER, PraktiLab und „Online-Praktikum“ werden digitale und nied-rigschwellige Zugänge zur Berufsorientierung geschaffen sowie Ausbildungs- und Praktikumsprozesse modernisiert.
In der Kategorie „Rahmenbedingungen für Praxisanleitende“ das Bezirksamt Treptow-Köpenick mit dem Projekt „Praxisanleitung – 360° Wegweiser“. Das Projekt stärkt durch ein Inhouse-Schulungsprogramm die Handlungssicherheit von Praxisanleitenden, fördert den fachlichen Austausch und trägt zu einer nachhaltigen Verbesserung der Ausbildungsqualität bei.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin Kai Wegner: „Mit der Verwaltungsreform haben wir die Grundlage für ein funktionierendes Berlin geschaffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung werden die Entwicklung von Berlin maßgeblich mitgestalten. Von ihnen – von ihrer Arbeit, ihrer Motivation und ihren Ideen – wird es abhängen, ob die Berlinerinnen und Berliner weiterhin in einer lebenswerten Stadt leben werden. Unser Ziel ist es dabei, die Verwaltung in Berlin besser, schneller und effizienter zu machen – für eine gute Zukunft unserer Stadt.“
Für den Ausbildungspreis 2026 wurden insgesamt 14 Projekte aus zehn Dienststellen eingereicht. Die beiden prämierten Projekte erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro.
Der Berliner Zukunftstag bot viel Raum für den Austausch zwischen Hausleitungen, Personalverantwortlichen, Praxisanleitenden und Nachwuchskräften. Der Zukunftstag bildet den Auftakt für „PEP 2030 next level“: die konsequente Weiterentwicklung der Berliner Personalstrategie, um die Verwaltung noch gezielter auf die Anforderungen der kommenden Jahre auszurichten.
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