Los 1

1. Preis / 2. Rang Los 5: 31.000 Euro

Hemprich Tophof Architekten GmbH, Berlin
Verfassende: Julia Tophof, Norbert Hemprich
Mitarbeitende: Sheela Bakshi, Leonard Gebhardt

MAX DUDLER GmbH, Berlin
Verfassende: Max Dudler, Björn Werner
Mitarbeitende: Marta Bruschy, Aysin Soydan, Erjia Ren,
Yan Pechatschek, Miguel de Castro, Jan Schulte-Hillen,
Franz Schubert, Tobias Thom, Annette Kussin

Simone Boldrin Architettura, Berlin
Verfassende: Simone Boldrin, Dr. Britta Fritze, Yumi Ahn

  • Beurteilung durch die Jury

    Die Arbeit überzeugt durch das Leitmotiv des Bogens als starkes architektonisches Element, welches aus der Geschichte des Ortes abgeleitet wird und dem Entwurf einen prägnanten Rahmen gibt. Dieses Motiv verleiht dem Entwurf auf signifikante, aber selbstverständliche Weise einen identitätsstiftenden Charakter, der für die Aufgabe und den Ort als angemessen bewertet wird.

    Die Baukörper weisen gut ausdifferenzierte und ausgewogen proportionierte Fassaden auf, die eine klare Ablesbarkeit der einzelnen Bausteine ermöglichen. In dieser Hinsicht wird der zum Teil durchlaufende Sockel jedoch kritisch diskutiert. Durch die präzise Ausformulierung der Fassaden wird eindeutig, aber dennoch subtil auf die dahinterliegenden Nutzungen verwiesen. Zugleich strahlen die Gebäude durch ihre ruhige Gliederung eine große Selbstverständlichkeit und Gelassenheit aus. Die durch die Zonierung des Aufrisses entwickelte Proportionalität verleiht ihnen einen großstädtischen Habitus und verortet sie auf überzeugende Weise im urbanen Kontext. Die Plastizität der Fassaden wird in der Ausformulierung der Dachzone schlüssig fortgeführt.

    Der besonderen städtebaulichen Situation der Bausteine A1/A2 und B7 an den Eingängen zur Parochialgasse wird durch das Motiv eines zweigeschossigen Bogens, der jeweils den Eingang zu einer Gewerbeeinheit markiert, sowie durch einen Eckturm Rechnung getragen. Diese markanten architektonischen Elemente spannen einen eindeutigen Bogen zwischen den Bausteinen, während sich die schmalen Stadthäuser mit ihrer zurückhaltenden Fassadenausbildung selbstverständlich in die Gasse einfügen. Von Teilen des Preisgerichts kritisch hinterfragt wird jedoch die Überzeichnung der Eckausbildung durch ein zusätzliches zweigeschossiges Rundbogenfenster.

    Ebenso sieht das Preisgericht die aus Schallschutzgründen vorgelagerten Loggien in der Parochialgasse kritisch, die eine gute Belichtung der dahinterliegenden Wohnungen erschweren.

    Die Geometrie der Kolonnade am Stadtplatz ist entsprechend der Vorgaben anzupassen. Die Entscheidung, den Baukörper A1 entgegen den Vorgaben für die Parochialgasse fünfachsig auszubilden, wird vom Preisgericht akzeptiert.

    In allen Bauteilen werden plausible Grundrisslösungen dargestellt. Positiv bewertet werden insbesondere die repräsentativen Gewerbeeinheiten in den Bauteilen A1/A2 am Molkenmarkt sowie die eindeutigen Adressbildungen von Wohnen und Arbeiten. Die vorgeschlagene Teilung der Gewerbeeinheiten erscheint hinsichtlich ihrer langfristigen Nutzungsflexibilität jedoch noch weiter entwickelbar.
    Insbesondere in den Bausteinen A1 und A2 weisen die Wohnungsgrundrisse teilweise eine große Gebäudetiefe auf. Hier stellt sich die Frage, ob eine ausreichende Belichtung und Belüftung der Wohnungen gewährleistet werden können. Im Baustein B7 wird das Wohnungsangebot durch durchgesteckte Wohnungen sinnvoll ergänzt und die Grundrissvielfalt erweitert.

    Insgesamt überzeugt die Arbeit durch ihre architektonische Prägnanz und die konsequente Umsetzung eines identitätsstiftenden Leitmotivs. Der Entwurf entwickelt aus dem Kontext heraus eine eigenständige architektonische Sprache und formuliert ein robustes wie atmosphärisch überzeugendes Stück Stadt. Mit ihrer hohen gestalterischen Qualität und der selbstverständlichen Verankerung am Ort leistet die Arbeit einen herausragenden Beitrag für das Quartier.

    Hinweise der Sachverständigen:
    Der Beitrag zeigt im Vergleich des Teilnehmendenfeldes höhere Kostenkennwerte, die den in der Auslobung genannten Kostenrahmen überschreiten. Der Einsatz einzelner vorgeschlagener Materialien und Bauteile muss im Falle einer Realisierung im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit geprüft werden.
    • Der Zielkonflikt zwischen Schallschutz und auskömmlicher Belichtung bei der Frage der Verglasung von Loggien ist im weiteren Verfahren, auch in Abhängigkeit zu den Raumtiefen, bei den Gebäuden A1/A2 vertieft zu prüfen.
    • Bei den Gebäuden B09 und B11 ist die Anordnung von Lufträumen, die zum Hof ausgerichtet sind, hinsichtlich der Flächennutzung zu prüfen. Weiterhin ist die Ausrichtung der Mehrzahl der Schlafzimmer zu lärmzugewandten Fassaden zu prüfen.

  • Los 1 1. Preis Lageplan

    Lageplan

  • Los 1 1. Preis Perspektive

    Perspektive

  • Los 1 1. Preis EG A1-2

    Grundriss EG Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 1. Preis RG A1-2

    Grundriss Regelgeschoss Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 1. Preis Ansichten A1-2

    Ansichten Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 1. Preis EG B7

    Grundriss EG Haus B7 Jüdenstraße/Parochialgasse

  • Los 1 1. Preis RG B7

    Grundriss Regelgeschoss Haus B7 Jüdenstraße/Parochialgasse

  • Los 1 1. Preis Ansichten B7

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  • Los 1 1. Preis EG B9

    Grundriss EG Haus B9 Parochialgasse

  • Los 1 1. Preis RG B9

    Grundriss Regelgeschoss Haus B9 Parochialgasse

  • Los 1 1. Preis RG B11

    Grundriss Regelgeschoss Haus B11 Parochialgasse

  • Los 1 1. Preis Ansichten B9 B11

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2. Preis: 19.000 Euro

URBAN AGENCY ApS, Kopenhagen
Verfassende: Henning Stüben, Heechan Park
Mitarbeitende: Gaspar Cánepa, Rosa Fuentes Fernández, Celine Kohlhaas,
José L. Villar Pastor, Borja Santurino, Christine Dyck

Fachberatende:
Görtzen Stolbrink & Partner mbB / Marc Stolbrink (Brandschutz)

  • Beurteilung durch die Jury

    Bei der Arbeit 1009 handelt es sich um einen ausgewogenen Beitrag, der mit großer Flächeneffizienz und nachvollziehbarer Typologie für alle Häuser ein stimmiges Angebot unterbreitet. Die städtebaulich bereits vordefinierten Bausteine finden in der gewählten Proportionierung, Gliederung und architektonischen Anmutung eine Umsetzung, die gewürdigt wird, wenngleich – abgesehen von B7– eine individuellere architektonische Ausgestaltung etwas vermisst wird. So zeigen die Häuser am Molkenmarkt zwar in den Obergeschossen und dem Dachbereich Modifikationen, im Erdgeschoss hingegen wird aber mit gleicher Materialität und Gliederung eine einheitliche Fassade gewählt, die der Ablesbarkeit der Einheiten wenig zuträglich ist. Die Gebäudeeingänge sind in ihrer flurartigen Ausbildung wenig attraktiv und zu eng, sie können den Fassaden keine Prägnanz verleihen. So fehlt der Adresse am Molkenmarkt etwas der Ausdruck, den der prominente Standort eigentlich verlangt. Die Grundrisse von A1 und A2 bieten mit zwei kompakten zusammenschaltbaren Treppenräumen einen brandschutztechnisch funktionierenden und kompakten Erschließungskern in den Regelgeschossen, sowohl gute Bürogrundrisse als auch jeweils fünf gut geschnittene Wohnungen – bis auf eine Ausnahme in der Blockinnenecke.

    Einen kraftvolleren Ausdruck als am Molkenmarkt zeigen die Fassaden von B7. Durch die zusätzlich eingefügten großen Rundbogenfenster in EG und OG entsteht eine gestalterische Eigenständigkeit, die gewürdigt aber auch hinsichtlich der Fensteranordnung gleichzeitig kontrovers diskutiert wird. Die Gewerbeflächen und Wohnungen von B7 zeigen plausible Grundrisse und gut belichtete Raumproportionen. Das Wohnungsangebot ist gut, die Erschließung funktional und effizient.

    Die Häuser B9 und 11 folgen der städtebaulichen Maßgabe und werden nach dem Prinzip von Corbusiers Unité erschlossen: Vom Mittelflur im 3.OG gelangt man jeweils in den Wohnraum einer Maisonette-Wohnung, um über eine in der Dunkelzone gelegene interne Treppe in die Schlafgeschosse nach oben oder unten zu kommen. Dies ist eine stimmige Anordnung, mit dem Ziel, wegen der Enge der Gasse auf eventuell erforderliche Lufträume zur Belichtung verzichten zu können. Die angebotenen zweiachsigen Fassaden zeigen eine hohe Qualität: Sowohl zur Gasse als auch zum Gartenhof. Ihre ruhige, aber ausdruckstarke Gestalt findet in den Balkonen zum Garten, die das Thema des Laubengangs aufgreifen, eine konsequente Fortsetzung.

    Vom Preisgericht kritisch gesehen wird, dass für ein nachhaltiges und einfaches Bauen, das ausdrücklich in der Auslobung gefordert war, in diesem Beitrag kein nennenswertes Angebot unterbreitet wird. Die Stahlbetonkonstruktionen bei Decken und Wänden, die von einem Wärmdämmverbundsystem umhüllt werden, versprechen außer Wirtschaftlichkeit wenig. Eine vermeintliche Wirtschaftlichkeit, die gleichzeitig aber an vielen Stellen durch tapetenartig aufgesetzte Natursteinlaibungen wieder konterkariert wird. Eine nachhaltige konstruktive Fügung kann auch bei den EG-Fassaden und der Kolonnade nur bedingt erkannt werden: Die zunächst, wie dünne Betonfertigteilstützen mit aufgelegtem Architrav anmutenden Elemente stellen sich bei genauer Betrachtung als mit Natursteinplatten verkleidete Strukturen dar, deren Gliederung und Fügung nicht überzeugen.

    Insgesamt ist die Arbeit 1009 aber ein herausragender Beitrag, der für viele Herausforderungen nachvollziehbare und gute Lösungen aufzeigt, die lediglich in ihrer architektonischen Ausformulierung und im konstruktiven Detail zu überprüfen und zu präzisieren wären.

    Hinweise der Sachverständigen:
    Der Beitrag zeigt eine hohe Flächeneffizienz bei im Vergleich des Teilnehmendenfeldes geringen Kosten. Der in der Auslobung genannte Kostenrahmen wird dennoch überschritten. Der Einsatz einzelner vorgeschlagener Materialien und Bauteile muss im Falle einer Realisierung im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit geprüft werden.
    • Der Zielkonflikt zwischen Schallschutz und auskömmlicher Belichtung bei der Frage der Verglasung von Loggien ist im weiteren Verfahren, auch in Abhängigkeit zu den Raumtiefen, bei den Gebäuden A1/A2 vertieft zu prüfen.
    • Beim Gebäuden A2 ist die Qualität der Wohnküche der Wohnung in der Kolonnadenecke hinsichtlich der Belichtung zu prüfen.
    • Bei den Gebäuden B09 und B11 ist die dargestellte Anordnung eines weiteren Wohnzimmers zusätzlich zu einer Wohnküche zu prüfen. Weiterhin ist die Ausrichtung der Mehrzahl der Schlafzimmer zu lärmzugewandten Fassaden zu prüfen

  • Los 1 2. Preis Lageplan

    Lageplan

  • Los 1 2. Preis Perspektive

    Perspektive

  • Los 1 2. Preis EG A1-2

    Grundriss EG Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 2. Preis RG A1-2

    Grundriss Regelgeschoss Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 2. Preis Ansichten A1-2 Strasse

    Ansichten Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 2. Preis EG B7

    Grundriss EG Haus B7 Jüdenstraße/Parochialgasse

  • Los 1 2. Preis RG B7

    Grundriss Regelgeschoss Haus B7 Jüdenstraße/Parochialgasse

  • Los 1 2. Preis Ansichten B7 Strasse

    Ansichten Haus B7 Jüdenstraße/Parochialgasse

  • Los 1 2. Preis EG B9 B11

    Grundriss EG Haus B9-B11 Parochialgasse

  • Los 1 2. Preis RG B9 B11

    Grundriss Regelgeschoss Haus B9-B11 Parochialgasse

  • Los 1 2. Preis Ansichten B9 B11

    Ansichten Haus B9-B11 Parochialgasse

3. Preis: 12.500 Euro

Peter W. Schmidt + Assoziierte GmbH & Co. KG, Berlin
Verfassende: Peter W. Schmidt, Nam Thai Bui, Thomas Hanselmann,
Claudius Pompe, Uli Th. Schaller, Tobias Schmidt, Frank Spallinger,
Niklas Stoll

FRA Fischer Rüdenauer Architekten PartmbB, Stuttgart
Verfassende: Dipl. Ing. Arne Rüdenauer, Lukas Kaufmann,
Soraya Di Filippo, Therese Scheffler

Atelier Kaiser Shen Architekten Partnerschaft MbB, Stuttgart
Verfassende: Prof. Dipl. Ing. Florian Kaiser, Dipl. Ing. Kilian Juraschitz
Mitarbeitende: Lara Engelmann, Frederick Häberle

  • Beurteilung durch die Jury

    Die Arbeit zeichnet sich insgesamt durch Selbstverständlichkeit und Zurückhaltung in der architektonischen Erscheinung aller Bausteine aus. Die ruhige, unaufgeregte Haltung vermittelt zwar eine hohe Souveränität im Umgang mit der Aufgabe bleibt jedoch in der Signifikanz ihrer Ausformulierung zurück.

    Die Dimensionierung der Eingangssituationen – sowohl vom Molkenmarkt (Bausteine A1/A2) als auch von der Parochialgasse – wird als angemessen und gut proportioniert beurteilt. Besonders positiv hervorzuheben ist die Durchlässigkeit des Erdgeschosses zwischen Stadtplatz und Parochialgasse, die eine starke Adressbildung ermöglicht und zur Identifikation der Bewohnenden mit ihrem Gebäude beiträgt. Die vorgeschlagene Doppelarkade aus Sandstein ist schlüssig entwickelt und verleiht dem Ensemble eine angenehme Leichtigkeit im Ausdruck, ohne an Präsenz zu verlieren. Sie fügt sich dabei überzeugend in das Gesamtkonzept ein.
    Das eingefügte Treppenhaus mit Atriumstruktur ermöglicht klar gegliederte Wohngrundrisse mit guter Belichtung und effizienter Erschließung. Darüber hinaus bietet dieser Bereich ein erhebliches Potenzial als Ort der nachbarschaftlichen Begegnung. Die räumliche Geste wird von der Jury ausdrücklich gewürdigt, gleichzeitig wird jedoch auf ein wesentliches Risiko hinsichtlich der Sicherstellung der Rettungswege und damit der Genehmigungsfähigkeit hingewiesen.

    In konstruktiver Hinsicht überzeugt die Arbeit durch ihre Einfachheit und ökologische Qualität. Der Einsatz eines Holzhybridbaus, Holzfenster sowie monolithische Bauweisen in den Bausteinen A1/A2 stehen für ein zukunftsfähiges und ressourcenschonendes Bauen. Angemessene Fensteranteile und die gute Belichtung von Wohnungen und Büroflächen unterstreichen diesen Anspruch. Die Differenzierung innerhalb des Ensembles erfolgt nicht durch vordergründige Gesten, sondern durch gezielte, kleinere Interventionen. Diese zurückhaltenden Mittel werden grundsätzlich positiv bewertet, erscheinen jedoch stellenweise zu wenig prägnant in ihrer Aussage. Im Gegensatz dazu wirkt das Gesims über dem Erdgeschoss des Bausteins B7 überdimensioniert und ist weder konstruktiv noch funktional nachvollziehbar. Dieser Aspekt steht stellvertretend für den von der Jury vermissten Durcharbeitsgrad der Details. Sehr kritisch diskutiert das Preisgericht die durchgehende Linienführung, welche die Fassadensockel und Obergeschosse gebäudeübergreifend zusammenfasst. Insbesondere im Erscheinungsbild zum Molkenmarkt sowie zur Jüdenstraße entsteht entgegen der Auslobungsanforderung eine Gleichförmigkeit, die auch durch differenzierte Öffnungs- formate nicht aufgelöst wird.

    Der Baustein B7 überzeugt durch eine großzügige Erschließungssituation und seine funktionalen Grundrisse. An der Jüdenstraße wird das äußere Erscheinungsbild durch einen prägnanten Erker über der Hofeinfahrt akzentuiert und erhält dadurch eine klare vertikale Gliederung.

    Die Bausteine B9 und B11 zeigen eine hohe gestalterische Qualität im äußeren Erscheinungsbild. Auch die Innenraumqualitäten mit verspringenden Lufträumen werden als überzeugend bewertet. Allerdings erfüllen die schallakustischen Eigenschaften in diesem Bereich die Anforderungen nicht ausreichend.

    Insgesamt würdigt die Jury die Haltung der einfachen und zurückhaltenden Gebäude, deren Qualitäten in den Grundrissen grundsätzlich erkennbar sind. Fraglich ist neben der geringen Flächeneffizienz, inwieweit diese Zurückhaltung mit genügend Geste und Haltung in die Zukunft blickt und die zentralen Aufgaben am Ort ausformuliert. Daher bleibt kontrovers diskutiert die Frage nach Signifikanz im Ausdruck sowie die Umsetzbarkeit bezogen auf das eingestellte belichtete Treppenhaus.

    Hinweise der Sachverständigen:
    Der Beitrag zeigt eine im Teilnehmendenfeld eher geringe Flächeneffizienz und dadurch höhere Kosten. Der in der Auslobung genannte Kostenrahmen wird über- schritten. Der Einsatz einzelner vorgeschlagener Materialien und Bauteile muss im Falle einer Realisierung im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit geprüft werden.
    Das Erfordernis von Lärmschutzmaßnahmen (Hafen-City-Fenster) oder Alternativlösungen sollten aus wirtschaftlichen Gründen untersucht werden.
    Der Zielkonflikt zwischen Schallschutz und auskömmlicher Belichtung bei der Frage der Verglasung von Loggien ist im weiteren Verfahren, auch in Abhängigkeit zu den Raumtiefen, bei den Gebäuden A1/A2 vertieft zu prüfen.
    • Bei den Gebäuden B09 und B11 ist die Anordnung von Lufträumen, die zum Hof ausgerichtet sind, hinsichtlich der Flächennutzung zu prüfen. Weiterhin ist die Ausrichtung der Mehrzahl der Schlafzimmer zu lärmzugewandten Fassaden zu prüfen.
    • Bei den Gebäuden A1/A2 ist der Lichthof in seinen Auswirkungen auf die Flächeneffizienz zu prüfen, zumal die angrenzenden Flure aus Brandschutzgründen geschlossen werden müssten.

  • Los 1 3. Preis Lageplan

    Lageplan

  • Los 1 3. Preis Perspektive

    Perspektive

  • Los 1 3. Preis EG A1-2

    Grundriss EG Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 3. Preis RG A1-2

    Grundriss Regelgeschoss Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 3. Preis Ansichten A1-2 Molkenmarkt

    Ansichten Haus A1-A2 Molkenmarkt/Parochialgasse

  • Los 1 3. Preis EG B7

    Grundriss EG Haus B7 Jüdenstraße/Parochialgasse

  • Los 1 3. Preis RG B7

    Grundriss Regelgeschoss Haus B7 Jüdenstraße/Parochialgasse

  • Los 1 3. Preis EG B9 B11

    Grundriss EG Haus B9-B11 Parochialgasse

  • Los 1 3. Preis RG B11

    Grundriss Regelgeschoss Haus B9-B11 Parochialgasse

  • Los 1 3. Preis Ansichten B7 B9 B11

    Ansichten Haus B7-B9-B11 Jüdenstraße/Parochialgasse

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe