2. Preis im Wettbewerb

2. Preis: 10.000 €

Demo Working Group, Architekten-Partnerschaft mbB Panzer, Hoffmann, Pofahl, Köln
Verfasser: Tim Panzer, Matthias Hoffmann, Thorsten Pofahl
Mitarbeiter:innen: Maya Grüsgen, Estere Cvilikovska, Jan Voigt

Schallschutz:
TOHR Bauphysik GmbH & Co.KG
Dipl.-lng (FH) Johannes Römer, Ralf Blumhagen

Klima Engineering:
Transsolar Energietechnik GmbH
Markus Krauss, Elise Roussel
Wiegand von Hartmann GbR

  • Beurteilung durch die Jury

    Die Arbeit 1059 ist als zweigeschossiger, kubischer Solitär konzipiert. Der Baukörper nimmt Bezug auf die umliegende heterogene Nachbarschaft, die unter anderem durch Gewerbebauten geprägt ist, und zeigt durch seine leichte Rückversetzung sowie die vergleichsweise geringe Höhe eine zurückhaltende Präsenz im Stadtraum. Die Anmutung einer generischen Industriehalle ohne eindeutig zuordenbare Nutzung lässt eine hohe Aneignungsfähigkeit durch die Nutzer:innen erwarten.

    Die Eingangssituation erfolgt über ein straßenseitig angeordnetes, zentrales, zweigeschossiges und durchgestecktes Foyer („Garage“). Dieses zoniert den Baukörper klar, einfach lesbar und gut verständlich. Zugleich verbindet die „Garage“ den Straßenraum mit dem rückseitigen Freiraum. Die Überhöhung der Tore wird kritisch gesehen.

    Das Haus gliedert sich in drei Bereiche: Im Osten befinden sich die Veranstaltungsräume, die schallschutztechnisch abgeschirmt hinter einer massiven Außenhülle angeordnet sind. Im Westen liegen hinter transparenten Fassaden die ruhigeren gemeinschaftlichen Programmbereiche mit Bibliotheks- und Büronutzungen, die in Wechselwirkung mit dem Straßenraum treten. Die vorgesehenen einsichtigen Glasfassaden werden hinsichtlich ihrer Transparenz sowie möglicher Schutz- und Privatheitsbedarfe kritisch diskutiert.

    Die Straßenfassade ist beidseitig über große, massive und zeichenhafte Metallschiebetüren öffenbar. Im geschlossenen Zustand kommunizieren diese insbesondere während der nächtlichen Nutzung Rückzug und Introversion nach außen. Multifunktions- und Veranstaltungsraum liegen barrierefrei im Erdgeschoss und ermöglichen einen direkten Austritt ins Freie über die „Garage“ beziehungsweise den Innenhof. Dadurch wird auch während nächtlicher Konzerte eine konfliktfreie Veranstaltungsnutzung ermöglicht. Außenraumbezüge sind darüber hinaus jedoch kaum vorhanden.

    Der Zugang zum freien Träger im Obergeschoss erfolgt über einen separaten Zugang im Westen. Grundrissschwächen ergeben sich im Erd- und Obergeschoss durch teilweise wenig belichtete Flurbereiche.

    Das Tragwerk bildet ein wirtschaftliches und materialsparsames Stahl-/Beton- Skelettsystem. Es folgt einer Industriebaulogik, aus der eine hohe Aneignungsfähigkeit sowie flexible Nutzungspotenziale im Sinne eines bezugsfähigen Rohbaucharakters resultieren. Dadurch bleiben auch Anpassungen im Rahmen eines partizipativen Planungsprozesses möglich. Raumgrößen, Grundrisse sowie Fassadenkonfigurationen werden als flexibel und anpassbar eingeschätzt.

    Das Schallschutzkonzept erscheint schlüssig und ermöglicht einen störungsfreien Betrieb. Die Realisierbarkeit des Entwurfs wird insgesamt als gegeben eingeschätzt. Hervorzuheben sind zudem die hohe Kosteneffizienz sowie eine Low-Tech-Infrastruktur, die weitgehend auf natürlichen Prinzipien basiert.

  • 2. Preis Modellfoto

    Modellfoto

  • 2. Preis Perspektive Garage

    Außenperspektive von der Garage

  • 2. Preis Perspektive von Westen

    Außenperspektive von Westen

  • 2. Preis Grundriss EG

    Grundriss EG

  • 2. Preis Grundriss OG

    Grundriss OG

  • 2. Preis Ansichten

    Ansichten

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe