Das Kompensationskonzept des Bezirks Reinickendorf beschäftigt sich mit der Frage, wie Eingriffe in Natur und Landschaft – insbesondere durch neue Bauprojekte des Landes Berlin – sinnvoll ausgeglichen werden können. Hintergrund ist, dass durch den geplanten Ausbau von Wohnraum und Infrastruktur, etwa durch Schulneubauten, Bäume gefällt und Beeinträchtigungen in Grünflächen zu erwarten sind. Diese Eingriffe müssen durch neue Pflanzungen und weitere naturschutzfachliche Maßnahmen kompensiert werden.
Ziel des Konzepts ist es, dafür ein einheitliches und praktikables Verfahren zu schaffen. Dazu wurden im Bezirk verschiedene Flächen untersucht, die sich für Ausgleichsmaßnahmen eignen könnten. Für ausgewählte Standorte wurden konkrete Vorschläge entwickelt, wie sie ökologisch aufgewertet werden können, beispielsweise durch Baumpflanzungen oder Entsiegelungen.
Ein zentraler Bestandteil ist außerdem die Entwicklung eines klaren Ablaufs, wie künftig mit notwendigen Baumfällungen umgegangen wird und wo Ersatzpflanzungen erfolgen können. Dadurch sollen Zuständigkeiten geklärt, Prozesse vereinfacht und Maßnahmen frühzeitig geplant werden.
Insgesamt trägt das Konzept dazu bei, Stadtentwicklung und Naturschutz besser miteinander zu verbinden und die grünen Strukturen im Bezirk langfristig zu sichern und zu stärken. Das im Februar 2026 vom Bezirksamt beschlossene Konzept schafft dafür die Grundlage.