Reinickendorf gedenkt der Opfer von Gewaltherrschaft und Krieg: Kranzniederlegungen am 9. und 15. November 2026

Pressemitteilung Nr. 2938 vom 23.10.2026

Mit zwei Gedenkveranstaltungen erinnert der Bezirk Reinickendorf im November an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sowie an die Menschen, die durch Krieg, Terror und Gewalt ihr Leben verloren haben. Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung laden dazu ein, gemeinsam innezuhalten und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

Am Montag, dem 9. November 2026, um 15 Uhr findet eine Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer der Gewaltherrschaft in der Straße Am Rathauspark hinter dem Rathaus statt. Der Jahrestag der Reichspogromnacht erinnert an die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der die Nationalsozialisten Synagogen in Brand setzten, jüdische Geschäfte und Wohnungen verwüsteten und tausende jüdische Menschen verhafteten und misshandelten. Die Pogrome markierten eine weitere Eskalation der systematischen Verfolgung, die schließlich im Holocaust mündete. Im Anschluss an die Kranzniederlegung wird am Rosenbeet der Opfer des 1942 zerstörten tschechischen Ortes Lidice gedacht.

Eine weitere Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, dem 15. November 2026, um 11 Uhr in der Kriegsopfergedenkstätte, Freiheitsweg 64, 13407 Berlin, statt. Anlässlich des Volkstrauertages legen Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung dort Kränze nieder. Der seit 1922 begangene Gedenktag gilt den Opfern von Krieg und Gewalt weltweit – ebenso den Menschen, die durch Terrorismus, politische Verfolgung, Hass und andere Formen der Gewalt ihr Leben verloren haben.

Beide Gedenkveranstaltungen bieten Gelegenheit, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und die Bedeutung von Frieden, Menschlichkeit und gegenseitigem Respekt für die Gegenwart und Zukunft zu unterstreichen.