Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg gemeinsam gegen Einsamkeit

Pressemitteilung Nr. 2733 vom 02.07.2026

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz haben heute die Bezirksämter Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg die Weiterentwicklung der kommunalen Strategien gegen Einsamkeit in Berlin erläutert. Weltweit fühlt sich jede sechste Person einsam. Was die WHO als globale Gesundheitskrise beschreibt, ist im Alltag eine kommunale Aufgabe und beginnt damit, dass Politik vor Ort Verantwortung übernimmt. Mit Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg setzen nun zwei Berliner Bezirke gemeinsam ein Zeichen für mehr soziale Teilhabe und Zusammenhalt.

Reinickendorf hat berlinweit Maßstäbe gesetzt und als erster Bezirk eine Einsamkeitsbeauftragte eingesetzt. Mit der Verknüpfung der Themenfelder Einsamkeit und Ehrenamt entstand ein innovativer Ansatz, der landesweit Beachtung findet. In den vergangenen Jahren wurden Maßnahmen entwickelt und erfolgreich umgesetzt: die Reinickendorfer Einsamkeitsgipfel, Quasselbänke in allen Ortsteilen, die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „AG Einsamkeit EXIT“ mit einem stetig wachsenden Netzwerk aus Institutionen, Trägern und Initiativen, Berlins erste Plauderkasse, Stammtische gegen Einsamkeit, bezirksweite Öffentlichkeitskampagnen sowie kreative Projekte wie die Kunstauktion gegen Einsamkeit gemeinsam mit Reinickendorfer Schulen.
Mit Tempelhof-Schöneberg folgt nun ein weiterer Berliner Bezirk diesem zukunftsweisenden Weg und schafft ebenfalls eine Beauftragtenstruktur, die die Themen Ehrenamt und Einsamkeit miteinander verbindet.

Reinickendorfs Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner: „Reinickendorf hat früh erkannt, dass wir der Zivilisationskrankheit Einsamkeit nicht mit Einzelmaßnahmen begegnen können, sondern mit einer langfristigen, vernetzten und menschlichen Strategie. Die vielen Initiativen, Projekte und Partnerschaften, die entstanden sind, zeigen eindrucksvoll, wie aus Aufmerksamkeit konkrete Hilfe und aus Begegnung neues Miteinander entstehen kann. Dass nun mit Tempelhof-Schöneberg ein weiterer Berliner Bezirk diesen Weg mitgeht, ist ein wichtiges Signal. Wir hoffen, dass bald schon weitere Bezirke mitmachen und sich auch das Land Berlin aktiv seiner Verantwortung stellt.“

Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg: „Einsamkeit ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die den Zusammenhalt in unseren Nachbarschaften und letztlich auch unsere Demokratie betrifft, deshalb bringen zwei Berliner Bezirke das Thema bewusst gemeinsam voran und setzen ein starkes Zeichen für soziale Teilhabe als kommunale Verantwortung im Alltag. Tempelhof-Schöneberg schafft mit der Initiative „Engagiert gegen Einsamkeit“ ein umfassendes kommunales Handlungsfeld und verankert das Thema konsequent in der Praxis, mit einer Beauftragtenstelle, der Koordination im Ehrenamtsbüro, Netzwerkarbeit, Fachformaten, Pilotprojekten und Öffentlichkeitsarbeit, die perspektivisch in eine bezirkliche Gesamtstrategie mündet. Einsamkeit begegnet man nicht allein, sondern gemeinsam, durch verlässliche Strukturen, gelebtes Engagement und starke Partnerschaften zwischen Bezirken, Zivilgesellschaft und Ehrenamt.”

  • Teamarbeit gegen Einsamkeit: v.l. Reinickendorfs Einsamkeits- und Ehrenamtsbeauftragte Katharina Schulz, Bezirksbürgermeisterin Emine-Demirbüken-Wegner, Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und Christine Fidancan, Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

    Teamarbeit gegen Einsamkeit: v.l. Reinickendorfs Einsamkeitsbeauftragte Katharina Schulz, Bezirksbürgermeisterin Emine-Demirbüken-Wegner, Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und Christine Fidancan, Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

  • Hand in Hand: Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner und Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann

    Hand in Hand: Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner und Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann