Am 25.6.2026 fand im FACE Familienzentrum im Märkischen Viertel der zweite Fachtag zur Armutsprävention für Kinder und Familien statt. Thematisch drehte sich diesmal alles um „Räume zur Teilhabe“. Rund 140 Fachkräfte aus Verwaltung und Pädagogik, Mitarbeitende freier Träger und Vereine der Kinder- und Jugendhilfe und auch junge Menschen hatten sich angemeldet. Zur Eröffnung des Fachtages kamen die zuständigen Bezirksstadträte für Gesundheit und Soziales Uwe Brockhausen sowie für Jugend und Familie Alexander Ewers (beide SPD). Ewers ermutigte die Teilnehmenden: „Trauen Sie sich, auch unkonventionelle Vorschläge einzubringen. Nur gemeinsam können wir die Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Familien in Reinickendorf nachhaltig stärken.“
Eingeladen hatte die Steuerungsrunde der Kinderarmutsprävention Reinickendorf unter Federführung der Koordinatorin für Kinder- und Familienarmutsprävention Cindy Franke. In ihrem Impulsvortrag sagte sie: „Die Adresse eines jungen Menschen ist weit mehr als nur der Wohnort – sie verteilt Chancen. Denn entscheidend für ein gutes Aufwachsen ist nicht nur die Familie. Es sind auch die Bildungseinrichtungen, die Nachbarschaft, die Spielplätze und Grünflächen im Kiez. Genauso wie das Engagement der Menschen vor Ort.“
In insgesamt sieben Workshops setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit unterschiedlichen Themen auseinander wie: dem Zugang zu früher Bildung, der Öffnung von Kirchengemeinden, Räumen für junge Menschen, Demokratieförderung, Sport, Respekt statt Stigmatisierung und Aktivierender Gemeinwesenarbeit in Kiezen. Passend dazu stellten Kinder der Grundschule am Schäfersee ihre eigene erfolgreiche Initiative zur Wiederinstandsetzung des Fußballkäfig am Schäfersee vor. Auch internationale Perspektiven wurden einbezogen: Im Foyer wurde der Umgang in Japan mit Kinderarmut und Chancengleichheit vorgestellt. Vor Ort waren außerdem die Bildung und Teilhabe (BuT)-Beratungsstelle sowie Vertreterinnen des Kinder- und Jugendparlaments.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) hielt die Abschlussrede und blickte nach vorn: „Morgen sind Sie wieder an Ihren Arbeitsplätzen, aber ich bin überzeugt alle konnten hier Impulse mit zurück in den Arbeitsalltag nehmen und künftig neue Wege finden, um mehr Raum für Teilhabe in Reinickendorf zu schaffen. Meinen herzlichen Dank an alle, die tagtäglich für die Kinder und Jugendlichen unterwegs und engagiert sind.““