Am 16. Juni 2026, um 19 Uhr hält die renommierte Juristin und ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht Susanne Baer in der Humboldt-Bibliothek eine Lesung mit anschließendem Gespräch über die Rolle des Bundesverfassungsgerichtes. Mit „Karlsruhe“ verbinden die meisten Menschen in Deutschland eine mächtige Institution, der die Menschen mehr vertrauen als der Regierung oder sogar der Bundeswehr. Die Grundrechte, die dort verhandelt werden, gehen uns alle etwas an. Sie bilden das Fundament unserer Gesellschaft.
Dieses Gericht ist eine zentrale Institution der deutschen Demokratie. Doch wer hinter den roten Roben steht und wie die Richterinnen und Richter zu ihren Entscheidungen gelangen, bleibt vielen verborgen. In der Lesung zu ihrem Buch: „Rote Linien. Wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt“ gibt die ehemalige Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer Einblicke in ihre zwölfjährige Amtszeit. Im Gespräch mit Moderatorin Andrea Heinze erläutert sie, wie das Gericht tatsächlich funktioniert, wie sichergestellt wird, dass alle gehört werden, und wie acht ganz unterschiedliche Persönlichkeiten auch bei großen Kontroversen zu einem Konsens finden.
„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen ist ein starkes und unabhängiges Bundesverfassungsgericht unverzichtbar. Es freut mich sehr, dass in Zusammenarbeit mit unserer HuBi ein Blick hinter die Kulissen dieser wichtigen Institution ermöglicht wird“, betont Reinickendorfs Bezirksstadtrat für Kultur Harald Muschner (CDU).
Susanne Baer, Prof. Dr. Dr. h c. mult., geb. 1964, war zwölf Jahre lang Richterin des Bundesverfassungsgerichts. Heute lehrt sie an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat dort die Clinic für Grund- und Menschenrechte, das Institut für Recht und Gesellschaft ins Leben gerufen, und engagiert sich – auch in London, Toronto, Ann Arbor, Wien – für mehr Wissen über Recht.
Der Eintritt ist frei.
Humboldt-Bibliothek, Karolinenstraße 19, 13507 Berlin