Kirchturmdinner in Heiligensee: 5000 Euro für die Turmsanierung

Pressemitteilung Nr. 2607 vom 28.04.2026

Fünf-Gänge-Menü für den guten Zweck im Gemeindesaal der Dorfkirche

Essen wie Gott in Heiligensee, das konnten am Samstagabend 67 zahlende Gäste beim Kirchturmdinner im Gemeindesaal der Dorfkirche. Insgesamt kamen an diesem stimmungsvollen Abend rund 5000 Euro zusammen, die in die nötige Sanierung des Kirchturmes fließen. Ein erster Schritt um die die angestrebten 10 Prozent der auf 340.000 Euro geschätzten Gesamtkosten durch Spenden aufzubringen.

„Was für ein wunderbarer Anlass, was für ein besonderer Abend – und, wenn ich mich hier so umschaue: Was für eine großartige Gemeinschaft!“, sagte Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) in ihrem Grußwort. Sie zeigte sich beeindruckt von der Tatkraft der Kirchenmitglieder und der Nachbarschaft: „Am Anfang stand eine ganz einfache und zugleich große Frage: Wie können wir unseren Kirchturm retten? Verlassen wir uns auf Fördermittel – oder nehmen wir die Sache selbst in die Hand? Und typisch Heiligensee, typisch Reinickendorf, lautete die Antwort: Wir machen das selbst. Gemeinsam. Mit Herz, Verstand und Tatkraft.“

Pfarrer Michael Glatter (re.) und der ehrenamtlich engagierte Ernst Belschner mit Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner

Dies sei es doch, was den Fuchsbezirk ausmacht. Dieses leise, aber kraftvolle „Wir kümmern uns“. Die Bürgermeisterin betonte: „Sie haben das schon einmal bewiesen – beim Bau der neuen Orgel vor 15 Jahren. Und Sie beweisen es jeden Tag: in der Arbeit mit älteren Menschen, in der Musik, in Ihrer Kita, in Gesprächsgruppen, in all den kleinen und großen Momenten, die Gemeinschaft lebendig machen. Und fast alles davon: ehrenamtlich. Unentgeltlich. Aber unbezahlbar.“

Und nun also dieses Kirchturmdinner. Fünf kochgewaltige Ehrenamtliche taten sich zusammen, um zehn Gerichte in fünf Gängen auf die Tische zu zaubern – unterstützt von sechs Konfirmanden im Service. Die Bürgermeisterin blickte dabei über den Tellerrand hinaus: „Ich finde, das ist nicht nur ein Menü. Das ist ein Programm für unsere Gesellschaft. Ein Gefühl. Eine Haltung. Gerade in Zeiten, in denen Kriege und Konflikte uns täglich erreichen, ist das, was Sie hier tun, von unschätzbarem Wert: Menschen an einen Tisch bringen. Denn gemeinsames Essen trennt nicht – es verbindet. Vielleicht ist das tatsächlich eines der schönsten Dinge an Berlin: Dass wir beim Essen neugierig werden statt misstrauisch, dass wir probieren statt urteilen.“