Begleitend zur Installation „LILA NÄCHTE IM CAFÉ ACHTECK – oder der deutsche Freundschaftsverband im Klo“ findet am Donnerstag, 5. März 2026, um 18.30 Uhr im Museum Reinickendorf eine Performance-Lesung mit musikalischer Begleitung statt. Ausgehend von der Zeitung „LILA NÄCHTE“, die Cornelia Renz eigens für ihre Ausstellung erstellt hat, umfasst die Veranstaltung Performances der Künstlerinnen Beatrice Jugert, Anna Pacholke und Susanne Schirdewahn.
Die Installation „LILA NÄCHTE“, die im Café Achteck auf der Museumswiese zu finden ist, beleuchtet die Auswirkungen der NS-Zeit auf lesbisches Leben in Berlin. Ausgangspunkt der künstlerischen Recherche ist die Lebensgeschichte von Lotte Hahm (1890–1967), einer prägenden Figur der Berliner lesbischen Subkultur. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Käthe Fleischmann betrieb sie in den 1920er-Jahren bekannte Treffpunkte wie den Damenklub Violetta. Während der NS-Zeit war Fleischmann antisemitischer Verfolgung ausgesetzt, während Hahm verdeckt weiterhin für lesbisches Leben eintrat.
„Die Performance und die Installation ‚LILA NÄCHTE‘ bieten wichtige Einblicke in die Geschichte lesbischen Lebens in Berlin und erinnern an Menschen, die sich trotz Verfolgung für gesellschaftliche Teilhabe eingesetzt haben“, sagt Harald Muschner (CDU), Bezirksstadtrat für Kultur.
Die Installation wurde von der Künstlerin Cornelia Renz mit einem Beitrag von Martina Minette Dreier produziert. Das Projekt wurde durch die Initiative Draußenstadt gefördert.
Die Performance findet im Hannah-Hoch-Raum im Museum Reinickendorf statt. Die Installation ist bis Dienstag, 31. März 2026 zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag sowie Sonntag, 9–17 Uhr
Eintritt: frei
Weitere Informationen:
www.kunst-reinickendorf.de
Tel. (030) 90294-6460