Das Bezirksamt Reinickendorf ist bestürzt über den Brand im historischen Gebäude des Entenkellers in Frohnau und erwartet eine vollständige Aufklärung der Brandursache. Es ist eine der obersten Prioritäten des Bezirks, für den Erhalt dieses bedeutenden Baudenkmals zu sorgen und den Eigentümer zur Sicherung des Gebäudes zu verpflichten – sowohl nach den Vorgaben der Bauordnung als auch des Denkmalschutzrechts. Der Brand ereignete sich am Sonntagmorgen und zerstörte Teile des Dachstuhls des über 100 Jahre alten Gebäudes, das seit längerer Zeit leer steht. Das Bezirksamt ist erleichtert, dass keine Verletzten zu beklagen sind und betont gleichzeitig die Tragweite des Vorfalls für das historische Erbe und den Stadtteil Frohnau.
Bezirksstadträtin Korinna Stephan (B‘90/Grüne) stellt klar: „Gerade letzte Woche war der Eigentümer durch die Bauaufsicht aufgefordert worden, zwei Lücken im Bauzaun zu schließen. Wir sind froh, dass keine Menschen zu Schaden kamen und wir werden den Eigentümer zur Sicherung des Gebäudes sowohl nach Bauordnung als auch nach Denkmalschutzrecht verpflichten. Wir wissen nicht, was den Brand ausgelöst hat und müssen die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten. Es liegt aber auf der Hand, dass ein saniertes und bewohntes Gebäude besser vor Bränden geschützt ist als ein verwahrlostes Haus. Die besten Sicherheitsmaßnahmen können nicht schützen, wenn mit krimineller Energie in das Gebäude eingedrungen wird.“
Das Bezirksamt Reinickendorf arbeitet seit Jahren im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten an einer Lösung für den Erhalt des Entenkellers. Der Eigentümer bleibt jedoch in der Verantwortung, das Gebäude ordnungsgemäß zu sichern und für eine Sanierung zu sorgen.