Das Nachbarschaftsbüro in Tegel-Süd am Emstaler Platz (derzeit BENN, Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften) bliebt auch während der anstehenden zweijährigen Umbau- und Sanierungsarbeiten in der örtlichen Geflüchtetenunterkunft an der Bernauer Straße in geänderter Form geöffnet. Im Herbst 2024 stand das Büro kurzfristig vor dem Aus: Da BENN-Büros an die Existenz einer Geflüchtetenunterkunft geknüpft sind, musste dem Büro bereits gekündigt werden. In enger Zusammenarbeit mehrerer Fachabteilungen, durch intensive Verhandlungen mit der Senatsverwaltung und den entschlossenen Einsatz des Staatssekretärs Stephan Machulik (SPD) sowie der zuständigen Bezirksstadträtin Korinna Stephan(B`90/Grüne) konnte jedoch eine Finanzierung gesichert werden, die den Fortbestand gewährleistet. Derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet, um einen Träger für die Fortführung der Netzwerkarbeit zu gewinnen.
Das BENN-Büro Tegel-Süd nahm im September 2023 seine Arbeit auf und bezog 2024 seine Räume am Emstaler Platz. In kurzer Zeit hat sich die Einrichtung als Anlaufstelle für Anwohnerinnen und Anwohner etabliert und koordiniert Projekte zur Nachbarschaftsförderung. Besonders deutlich zeigte sich ihre Bedeutung nach dem schweren Böller-Unfall in der Silvesternacht 2024/25, als das BENN-Team eine zentrale Rolle bei der Betreuung der erschütterten Anwohnerschaft übernahm.
Bezirksstadträtin Korinna Stephan (B‘90/Grüne): „Das Nachbarschaftsbüro ist in kürzester Zeit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Kiezlebens geworden. Das Team hat über zwei Jahre eng mit den Anwohnerinnen und Anwohnern gearbeitet und wird heute als vertrauensvoller Partner wahrgenommen – gerade jetzt, wo diese Arbeit Früchte trägt, wäre eine Schließung fatal gewesen. Für Tegel-Süd stehen mit dem Förderprogramm ‚Nachhaltige Erneuerung’ wichtige Entwicklungen an, bei denen die Menschen im Kiez mitgestalten können. Das neue alte Nachbarschaftsbüro wird dabei eine wichtige Anlaufstelle sein, damit die Anwohnenden ihre Vorstellungen und Bedürfnisse einbringen können. Ich bin sehr froh, dass wir die Finanzierung sichern konnten.”
Die Fortführung wird durch Mittel der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ermöglicht. Für 2026 stehen zusätzlich Gelder aus dem FEIN-Programm sowie aus dem Programm „Soziale Infrastrukturmaßnahmen” zur Verfügung.