„umbenennen?! Straßennamen in Reinickendorf und ihre Geschichte“– Ausstellung im Museum Reinickendorf

Pressemitteilung Nr. 2351 vom 20.11.2025

Umbenennung Rosenthaler Straße in Holzhauser Straße 1937, Foto Holzhauser Straße/Ecke Oranienburger Straße, 1938 © Archiv Museum Reinickendorf

Am Dienstag, 2. Dezember 2025 um 18.30 Uhr findet im Museum Reinickendorf die Eröffnung der Ausstellung „umbenennen?! Straßennamen in Reinickendorf und ihre Geschichte“ statt. Nach der Begrüßung durch Kulturstadtrat Harald Muschner (CDU) geben Dr. Sabine Ziegenrücker, Fachbereichsleiterin Kunst und Geschichte und der Historiker und Kurator der Ausstellung Dr. Daniel Hadwiger eine Einführung in die Ausstellung.

Borsigdamm, Waldfriedenstraße oder Avenue Charles de Gaulle. Die Straßennamen in Reinickendorf verweisen auf die Geschichte des Bezirks als Industriestadt, Wohnstadt im grünen Norden oder als Standort der französischen Schutzmacht. Zugleich sind Straßennamen ein Spiegelbild der Gesellschaft. Sie repräsentieren verschiedene, teils widersprüchliche Bilder einer Stadt. Die Ausstellung zeigt die Benennung und Umbenennung von Straßen und Plätzen im Bezirk Reinickendorf von der Weimarer Republik bis heute. So ist ein Gang durch die Straßen zugleich eine Zeitreise durch die Geschichte.

Die Ausstellung versteht sich als Debattenbeitrag, wie der jeweils herrschende Zeitgeist die Benennung von Straßen und Plätzen reflektiert. Welches Potenzial für eine Stadtöffentlichkeit haben Diskurse über Straßennamen? Welche Formen der Identifikation ermöglichen sie?

Die Ausstellung ist Teil der gemeinsamen Ausstellungsreihe „umbenennen?!“ der zwölf Berliner Bezirke und des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand e.V. zu Straßenbenennungen in Berlin und wird gefördert durch die LOTTO-Stiftung Berlin und aus Mitteln des Bezirkskulturfonds der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Laufzeit: Mittwoch, 3. Dezember 2025 bis Sonntag, 15. März 2026, Öffnungszeiten: Mo-Fr, So 9-17 Uhr

Weitere Informationen und das Begleitprogramm zur Ausstellung sind unter www.museum-reinickendorf.de zu finden.