Innehalten. Erinnern. Mahnen. Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf gedachten am Sonntag anlässlich des Volkstrauertages der Opfer von Gewalt und Krieg sowie aller Menschen, die durch Terrorismus, politische Verfolgung, Hass oder Gewalt starben. In der Kriegsopfergedenkstätte am Freiheitsweg im Ortsteil Alt-Reinickendorf wurden Kränze und Blumen niedergelegt. Die Zollkapelle Berlin und die Patenkompanie des Wachbataillons des Bundes-Verteidigungsministeriums sorgten für den würdigen protokollarischen Rahmen.
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) widmete ihre Rede in diesem Jahr der sich entwickelnden militärischen Trauer- und Gedenkkultur. „Das militärische Totengedenken hat sich verändert in Deutschland. Ohne Heldenpathos und ohne Opferkult ehrt die Bundeswehr ihre im Dienst getöteten Soldatinnen und Soldaten. Als Staatsbürger in Uniform. Als Kameraden. Als Menschen.“ Sie erinnerte an die mehr als 3400 Soldatinnen und Soldaten, die in den 70 Jahren seit Bestehen der Bundeswehr in Ausübung ihres Dienstes ihr Leben verloren haben.