Interessenten und Unterstützer der Stolperstein-Initiative luden am Freitag, den 26. September zur Verlegung eines Stolpersteins für Gerhard Voss am Eichborndamm 238 in Reinickendorf ein. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) erinnerte an Gerhard Voss als an einen Nachbarn, einen Menschen aus dieser Stadt. „Sein Name soll sichtbar bleiben – auf unseren Straßen, in unseren Gesprächen, in unserem Gewissen. Ein Stolperstein ist klein, doch er sagt so viel: Schau hin. Beug dich.
Lies. Hinter jedem Namen steht eine Geschichte: von Arbeit, Freundschaft, Plänen – und von dem Bruch, den die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in unzählige Leben gerissen hat.“
Ihr besonderer Dank galt den Schülerinnen und Schülern des Georg-Herwegh-Gymnasiums, die Gerhard Voss ein Gesicht geben und seine Geschichte lebendig halten. „Ihr zeigt: Erinnerung bleibt nicht stehen – sie hat Zukunft. Ebenso danke ich der Stolperstein-Initiative Reinickendorf und Carsten A. Baum für ihr Engagement und ihre Ausdauer. Möge dieser Stein uns anhalten, nicht aufhalten. Gerhard Voss – wir sprechen Ihren Namen“, so die Bürgermeisterin.