„Wie tief hat mich Ihr Brief erschüttert“ - Caroline von Humboldts und Friederike Bruns Einblicke in das Europa des frühen 19. Jahrhunderts

Pressemitteilung Nr. 2256 vom 30.09.2025

Briefwechsel aus dem 19. Jahrhundert

Am 1. Oktober um 19:30 Uhr lädt die Humboldt-Bibliothek zu einem Einblick in das kulturelle Europa des 19. Jahrhunderts ein. Zwei Sprecherinnen lesen ausgewählte Passagen aus den Briefen Caroline von Humboldts und ihrer Freundin, der deutsch-dänischen Schriftstellerin Friederike Brun. In den Häusern der beiden hochgebildeten Frauen in Berlin, Kopenhagen, Rom und Wien gingen die kreativen und intellektuellen Köpfe Europas ein und aus.

Zwischen 1810 und 1829 schrieben sich Caroline und Friederike über hundert Briefe. Sie dokumentierten darin nicht nur ihre enge, fast zwei Jahrzehnte währende Freundschaft, sondern auch das politische, gesellschaftliche und künstlerische Leben einer Epoche im Umbruch – von der napoleonischen Okkupation bis zur Zeit nach dem Wiener Kongress. Überliefert in der Königlichen Bibliothek und dem Reichsarchiv Kopenhagen sowie im Schloss Tegel, gelten diese Briefe als einzigartige Quelle für die Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Kerstin Gräfin von Schwerin, die die Briefe in kommentierter Fassung herausgegeben hat, führt durch den Abend und erläutert die Hintergründe dieser außergewöhnlichen Korrespondenz. Die Korrespondenz bildet das dichte internationale Netzwerk der europäischen Kultur-, Kunst- und Gesellschaftsszene ab, in dem die beiden eigenständigen und intelligenten Frauen eine exponierte Rolle einnahmen.

Eintritt frei
Humboldt-Bibliothek, Karolinenstr 19, 13507 Berlin-Tegel
Weitere Informationen: www.stadtbibliothek-reinickendorf.de