Reinickendorf hat ein neues Tiny-House-Projekt zur Unterstützung obdachloser Menschen.
Das Bezirksamt Reinickendorf und die Berliner Helpstiftung haben in enger Zusammenarbeit ein Projekt auf den Weg gebracht, um das Leben obdachloser Menschen zu verbessern und ihnen wieder Perspektiven zu eröffnen. Die Tiny Houses sollen schnell und unkompliziert bezugsfertig sein und den Betroffenen ein Stück mehr Stabilität und Würde ermöglichen.
Uwe Brockhausen, Bezirksstadtrat für Soziales (SPD), zum Ziel des Vorhabens: „In den Sommermonaten sind wohnungslose Menschen der Wärme und Sonneneinstrahlung häufig schutzlos ausgesetzt. Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz und zur Gesundheitsförderung. Darüber hinaus sollen den Betroffenen Perspektiven aufgezeigt werden, um Wege aus der Obdachlosigkeit zu finden. Ich danke herzlich allen Beteiligten für die Umsetzung dieses wichtigen Projekts.“
Dank der Zuwendungen im Rahmen der Gesundheitsförderung und Prävention – Hitzeschutz – konnte die Berliner Help Stiftung mit Unterstützung des Bezirksamts Reinickendorf vier Tiny Houses erwerben und bereits ein Grundstück für die Aufstellung eines Hauses finden. Das erste dieser kleinen Häuser wurde an der Gotthardstraße errichtet, und der erste Bewohner hat bereits Einzug gehalten. Dieses Projekt ist ein starkes Zeichen für den sozialen Zusammenhalt und die Unterstützung von Menschen in Not.
Geplant sind insgesamt vier Standorte mit mehreren Tiny Houses, die mit Solaranlagen und einer Speichermöglichkeit ausgestattet werden. Darüber hinaus sind Sanitärcontainer vorgesehen, die den Bewohnern zur Verfügung stehen. Die Berliner Help Stiftung übernimmt auch die niederschwellige Betreuung und Beratung der betroffenen Personen, inklusive aufsuchender Sozialarbeit. „Mit persönlichen Gesprächen und der Vermittlung von Therapieangeboten möchten wir den Betroffenen helfen, ihre Lebenssituation zu verbessern und den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zu wagen“, betonte Jörg Gerasch, Geschäftsführer der Berliner Help Stiftung. Er ergänzt: „Es entsteht ein kleiner privater Ort, sicher und warm, mit einer Tür zum Abschließen. Eine Zwischenstation, die es ermöglicht, Menschen von der Straße zu holen und sie langfristig wieder in feste Wohnformen zu begleiten.“ Es sei wichtig, diesen Menschen ihre Würde zurückzugeben und ihnen eine Perspektive zu bieten.