Streethouse – Jugendstadtrat besucht auf Sommertour Einrichtung für offene Jugendarbeit in der Rollberge-Siedlung

Pressemitteilung Nr. 9437 vom 23.07.2020
Bildvergrößerung: Leiter des Streethouse Sami Kovacevic (l.) und Jugendstadtrat Tobias Dollase (parteilos für CDU)
Bild: BA Reinickendorf

Jugendstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) hat auf seiner Sommertour durch die neun bezirkseigenen Jugendfreizeiteinrichtungen als sechste Station das Streethouse in der Rollberge-Siedlung, Schluchseestr. 46, besucht.

In der Rollberge-Siedlung leben rund 6000 Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Von den rund 740 Jugendlichen der Siedlung im Alter von 15 bis 25 Jahren kommen zirka 120 regelmäßig ins Streethouse. Hier treffen sie auf eine offene Jugendarbeit, die auf Selbstbestimmung, Freiwilligkeit und Beteiligung basiert. Das Angebot ist betont niedrigschwellig. Das bedeutet, die Jugendlichen können direkt und ohne Voranmeldung in die Einrichtung kommen. „Unsere Jugendlichen kommen hauptsächlich zum Spielen, Essen und Quatschen. Wir bieten aber auch Beratung, veranstalten Turniere, machen Ausflüge und vieles mehr – auch für jüngere Kinder“, sagt Sami Kovacevic, der seit 35 Jahren in der Jugendarbeit tätig ist. Regelmäßige Angebote im Streethouse sind ein Box-Kurs und die Fahrradwerkstatt.

Bildvergrößerung: Das Mädchenzimmer im Streethouse
Das Mädchenzimmer im Streethouse
Bild: BA Reinickendorf

Ein Beispiel für die Selbstbestimmung und die Beteiligung der Jugendlichen ist die Einrichtung eines Mädchenzimmers. Eine Gruppe Mädchen hat sich diesen Raum gewünscht und selbst gestaltet. „Sie brauchen ihren eigenen Rückzugsort, denn der offene Bereich ist meist sehr jungslastig“, erklärt Sami Kovacevic. Jeden Sonntag bietet das Streethouse den Mädchen zusätzlich zum Aufenthalt unter der Woche vier Stunden, von zirka 11 bis 15 Uhr, nur für sich selbst.

„Wir sind mit unserem Angebot im Rollberge-Viertel nur ein Baustein von vielen“, sagt Sami Kovacevic. Die Einrichtung ist in Kontakt mit freien Trägern wie der Schulstation von Horizonte an der Grundschule in den Rollbergen, dem Familienzentrum FACE und BENN – zuständig für die Entwicklung neuer Nachbarschaften. Ein weiterer Partner ist der MSV Normannia 08. „Gerade über Sportarten wie Fußball können Jugendliche aus unterschiedlichen Herkunftsländern das Einhalten von Regeln und Fairness einüben und ganz nebenbei noch die deutsche Sprache lernen“, sagte Jugend- und Sportstadtrat Dollase zur Bedeutung solcher Sportkooperationen. Weitere Infos unter: www.streethouse-berlin.de