Stadt- und Ortszentren verändern sich. Wenn Leerstände zunehmen, der öffentliche Raum an Attraktivität verliert oder ein Zentrum seine Versorgungsfunktion für die Nachbarschaft nicht mehr ausreichend erfüllen kann, braucht es gezielte Unterstützung. Hier setzt das Bund-Länder-Förderprogramm „Lebendige Zentren“ (LZ) an.
Das Programm fördert die Aufwertung und Profilierung von Stadtteilen und Zentren – mit dem Ziel, sie als attraktive, lebendige Orte für Wohnen, Arbeiten, Versorgung und Kultur zu stärken. Bund und Land Berlin finanzieren die Fördergebiete gemeinsam: Ein Drittel der Mittel stammt aus der Städtebauförderung des Bundes, zwei Drittel stellt das Land Berlin bereit.
Was wird gefördert?
Im Mittelpunkt stehen Investitionen in den öffentlichen Raum, die Verbesserung sozialer und kultureller Einrichtungen sowie die Stärkung lokaler Gewerbe- und Versorgungsstrukturen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Klimaschutz und Klimaanpassung – entsprechende Maßnahmen sind fester Bestandteil jedes Fördergebiets. Darüber hinaus werden im Rahmen des Programms Projekte gefördert, die von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und lokalen Initiativen angestoßen werden.
Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt in enger Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen der Städtebauförderung und der bezirklichen Wirtschaftsförderung.
Die Fördermittel werden schrittweise bereitgestellt. Der Bezirk meldet die geplanten Maßnahmen jährlich bei der zuständigen Senatsverwaltung an. Ob und wann eine Maßnahme umgesetzt werden kann, hängt neben der Finanzierung auch von der Planungsreife, der Mitwirkung der beteiligten Akteure und den verfügbaren Kapazitäten ab.
Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf liegt das Fördergebiet Helle Mitte.
Fördergebiet Helle Mitte
Die Helle Mitte ist das Stadtteilzentrum im Bezirk Marzahn-Hellersdorf und wurde 2025 als Fördergebiet im Programm „Lebendige Zentren” aufgenommen. Das Gebiet rund um den Alice-Salomon-Platz und das Stadtgut Hellersdorf ist von Funktionsverlusten geprägt und soll zu einem lebendigen, klimaresilienten und attraktiven Quartier nach dem Prinzip der Stadt der kurzen Wege weiterentwickelt werden.
Das Leitbild der Gebietsentwicklung lautet: „Gesundheit in Bewegung”.
Grundlage der Förderung ist das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das unter Beteiligung von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und lokalen Akteuren erarbeitet und vom Bezirksamt sowie der Bezirksverordnetenversammlung beschlossen wurde.
Mit einem Fördervolumen von rund 27 Millionen Euro benennt das ISEK Ziele und Maßnahmen für einen Förderzeitraum von rund 12 bis 15 Jahren: von der Stärkung des Einzelhandels über den Ausbau sozialer, kultureller und bildungsbezogener Infrastruktur bis hin zu mehr Grün, nachhaltiger Mobilität und gelebter Baukultur.
Das ISEK steht als Langfassung und als Kurzfassung zum Download bereit.