Das erst in den 1980er Jahren gewerblich entwickelte, insgesamt 11,5 ha umfassende Plangebiet liegt im äußersten Süden des Ortsteils Marzahn. Es wird im Westen und Nordwesten begrenzt durch die Verbindungskurve zwischen dem Eisenbahn-Außenring und der Ostbahn, im Osten und Süden durch die übergeordneten Hauptverkehrsstraßen Märkische Allee und Alt-Friedrichsfelde, die in einem planfreien Knoten miteinander verknüpft sind. Die das Plangebiet begrenzenden Verkehrstrassen stellen zugleich starke stadträumliche Barrieren gegenüber den östlich sowie in einiger Entfernung westlich und südlich gelegenen Wohngebieten dar.
Als Grundlage für die Rahmenplanung werden zunächst drei mögliche Szenarien für die künftige Entwicklung des Standorts beschrieben und bewertet:
a) Stadtplanerische Zurückhaltung
b) Konsolidierung als „normales“ Gewerbegebiet
c) Sicherung langfristiger Aufwertungsoptionen
Die im Rahmenplan dargestellte Vorzugsvariante verbindet Elemente der Entwicklungsvariante a) (stadtplanerische Zurückhaltung, zunächst kein Bebauungsplan) mit dem Ziel, die in der Variante c) dargestellten langfristigen Entwicklungsoptionen offen zu halten. Die planungsbefangenen Flächen im Osten sollen nicht baulich entwickelt, sondern für die anstehenden Verkehrsvorhaben gesichert werden und sind insofern nur für Zwischennutzungen vorgesehen. Im Übrigen sollen die am Standort etablierten Nutzungen nicht in Frage gestellt und auch eine maßvolle Verdichtung unterstützt werden, soweit dies von den Eigentümern nachgefragt wird.
Ein Bebauungsplan zur Umsetzung der genannten Planungsziele wird – abweichend vom Wirtschaftsflächenkonzept – nicht für erforderlich gehalten, u.a. wegen der relativ stabilen Bestandssituation und der noch nicht abschließend klärbaren Anforderungen aus übergeordneten Verkehrsvorhaben.