2. Nördlich Allee der Kosmonauten

Rahmenplan Nördlich Allee der Kosmonauten

Rahmenplan Nördlich Allee der Kosmonauten

Das Plangebiet liegt am westlichen Rand des Ortsteils Marzahn und umfasst 29,3 ha. Es wurde erst in den 1980er Jahren nach dem Bau der Allee der Kosmonauten, der Verlegung des Eisenbahn-Außenrings in seine jetzige Lage und der Aufgabe des Springpfuhlgrabens gewerblich entwickelt. Im Norden wird es durch ein Industriegleis, im Osten durch den Eisenbahn-Außenring und im Süden durch die Allee der Kosmonauten begrrenzt. Im Westen wird die Beilsteiner Straße als Grenze des Untersuchungsgebiets herangezogen, da sich für den Teil des Gewerbegebiets westlich dieser Straße ein Bebauungsplan im Verfahren befindet. Im Umfeld befinden sich nördlich des Industriegleises weitere Gewerbegebiete, östlich liegen jenseits des S-Bahnhofs Springpfuhl das Ortsteilzentrum Helene-Weigel-Platz sowie die Wohngebiete der Großsiedlung.

Als Grundlage für die Rahmenplanung werden zunächst drei mögliche Szenarien für die künftige Entwicklung des Standorts beschrieben und bewertet:
a) Stadtplanerische Zurückhaltung
b) Nutzung der Flächenpotenziale für die Weiterentwicklung als gemischter Gewerbestandort
c) Nutzung der Flächenpotenziale für Büros und Dienstleistungen

Vorzugsvariante
In der Abwägung der Vor- und Nachteile der o.g. idealtypisch vereinfachten Varianten und auf Grundlage der Expertengespräche und der Abstimmungen mit der Auftraggeberin wird für die künftige Entwicklung des Rahmenplangebiets nördlich der Allee der Kosmonauten eine Kombination von Elementen aus allen drei Varianten als Vorzugsvariante bestimmt.

Nutzungsstabile Teilbereiche ohne Planerfordernis
Abgesehen von dem ehemaligen Metrogelände und einem östlichen Randstreifen zwischen Marzahner Chaussee und Bahnlinie ist der überwiegende Teil des Plangebiets gewerblich intensiv genutzt und wird als weitgehend nutzungsstabil angesehen. Vorhaben können dort auf Grundlage von § 34 BauGB beurteilt werden, ohne dass gravierende Fehlentwicklungen zu befürchten sind.

Planungsziele für das ehemalige Metrogelände
Anders als für die nutzungsstabilen Teilflächen des Plangebiets wird für das ehemalige Metrogelände die Aufstellung eines (ggf. vorhabenbezogenen) Bebauungsplans vorge-schlagen, um für diesen Bereich aus bezirklicher Sicht wichtige Rahmenbedingungen festzulegen. Ziel sollte sein, hier keine reine Büroentwicklung zu ermöglichen, für die das Grundstück ohnehin nicht besonders attraktiv ist, sondern den Standort zumindest überwiegend für auf GE-Flächen angewiesene Nutzungen zu sichern.

Langfristige Entwicklungsoptionen für den östlichen Randbereich
Für den östlichen Bereich zwischen der Marzahner Chaussee und der Bahntrasse wird mit der Vorzugsvariante das Ziel verfolgt, die Option einer städtebaulichen Aufwertung nach Aufgabe der Hochspannungsleitung und Verlegung der Fernwärmeleitungen offen zu halten. In Verbindung mit einer Aufwertung des Straßenraums der Marzahner Chaussee könnte dort ein attraktiver Standort für eine mehrgeschossige Gewerbezeile mit Anteilen an Büro- und Dienstleistungsnutzungen entwickelt werden, auch als städtebauliche Kante gegenüber der Großsiedlung jenseits der Bahn.

  • Rahmenplanungen Nördliche Allee der Kosmonauten

    Datei ist barrierefrei/ barrierearm

    PDF-Dokument (531.0 kB)

Kontakt

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Abteilung Stadtentwicklung
Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung
Bereichsentwicklungsplanung

Ansprechpartnerin:
Katja Brandt

Sprechzeiten

Dienstag 09.00 – 12.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung