Newsletter 02/2026 Stadtentwicklungsamt Marzahn-Hellersdorf

Gründung einer „AG Tal-Center“

Um den Dialog über die Zukunft des Quartiers zu fördern und die Transparenz zu erhöhen, plant das Bezirksamt – ähnlich wie bei den derzeit zwei laufenden Bebauungsplanverfahren am Helene-Weigel-Platz – die Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft für das Bebauungsplanverfahren 10-29-1 Tal-Center.

Diese soll sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bewohnerschaft, Eigentümerinnen und Eigentümern, Vorhabenträgerinnen und Vorhabenträgern, Gewerbetreibenden, sozialen Trägerninnen und Trägern sowie Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammensetzen.

Als unabhängiges, akteursübergreifendes und beratendes Gremium soll die „AG Tal-Center“ Empfehlungen, Hinweise und Vorschläge an das Bezirksamt zum Bebauungsplanverfahren erarbeiten.

Bebauungsplan 10-86

Die BVV hat in ihrer Sitzung am 23.04.2026 beschlossen, dem Bebauungsplan 10-86 für das Gelände zwischen der Bundesstraße B1/B5, der Chemnitzer Straße, der Mosbacher Straße und der Wuhle zuzustimmen.

Das Bezirksamt hat den Bebauungsplan 10-86 als Rechtsverordnung festgesetzt. Verkündet im Gesetz- und Verordnungsblatt 82. Jahrgang Nr. 18 Berlin, den 16. Juni 2026, Seite 251.

Durch den Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein gemischt genutztes Quartier auf einer teilweise brachliegenden Fläche in Biesdorf und Kaulsdorf geschaffen werden. Die Entwicklung dieser Potenzialfläche resultiert vor allem aus dem steigenden Bedarf an Wohnraum in Berlin. Neben der Wohnnutzung sollen Gewerbebetriebe, die das Wohnen nicht wesentlich stören, sowie die Vorgartenbereiche entlang der Mosbacher Straße im Übergang zum Landschaftsraum der Wuhle, die Grünstrukturen entlang der Wuhle sowie Teile der KGA „Mosbacher Straße” planungsrechtlich gesichert werden.

Aus dem Fachbereich Vermessung:

Der Fachbereich Vermessung stellt zum 01.09.2026 wieder drei neue Auszubildende ein, welche den Beruf der Vermessungstechnikerin/ des Vermessungstechnikers erlernen werden.

Marzahn-Süd wird Teil des Städtebau-Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerung“

Marzahn-Süd soll in das bundesweite Städtebau-Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ aufgenommen werden.
Grundlage dafür ist das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das gemeinsam mit der S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH erarbeitet wurde. Das ISEK wird noch vor der Sommerpause im Bezirk beschlossen.

Im Anschluss muss die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen die neue Förderkulisse verabschieden. Für die nächsten 15 bis 20 Jahre steht ein Budget von rund 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Das ISEK enthält detaillierte Steckbriefe für einzelne Maßnahmen und Maßnahmenbündel. Besonders im Fokus stehen:
  • Neugestaltung des Helene-Weigel-Platz Ost mit einem Quartiersplatz zwischen den geplanten Neubauten,
  • Barrierefreie Aufwertung des Springpfuhl- und Heinz-Graffunder-Parks – inklusive ökologischer Sanierung des Springpfuhlteichs und der Spielplätze sowie Steigerung der Biodiversität,
  • „Grünes Band“: Verbesserung der Wegevernetzung zwischen den Teilbereichen,
  • Erneuerung des Sportkomplexes Eugen-Roth-Weg,
  • Aufwertung sozialer Infrastruktureinrichtungen wie der Jugendfreizeiteinrichtung Klinke, der Kitas Raupe Nimmersatt und Akazieninsel, des Familienzentrums Haus am Akaziengrund, des Nachbarschaftshauses Murinka und des Bürgerhauses Südspitze.

Das Bezirksamt freut sich darauf, den Erneuerungsprozess gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern unter dem Leitbild „grün – vernetzt – für alle!“ zu gestalten.

Fortschreibung des Einzelhandel- und Zentrenkonzeptes Marzahn-Hellersdorf

Aufgrund der äußerst dynamischen Entwicklungen der letzten Jahre im wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Bereich und deren vielschichtigen Effekte auf den lokalen Einzelhandel, ist eine Fortschreibung des Einzelhandel- und Zentrenkonzepts des Bezirks Marzahn-Hellersdorfs von 2013 erforderlich.

Für die Konzepterstellung konnte nun das Büro Stadt + Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner GmbH beauftragt werden, welches ab Ende Juni mit der Arbeit beginnt.
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept dient als Steuerungselement für die Einzelhandelsentwicklung und die Stabilisierung der Zentren im Bezirk. Es enthält Aussagen zu den Zielen der Zentrenentwicklung und zur Festlegung und Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche sowie zu den Fachmarkstandorten.

Eine Fertigstellung ist für das 3.Quartal 2027 vorgesehen.

Marzahn-Ost wird Teil des Städtebau-Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerung“

Auch Marzahn-Ost soll in das bundesweite Städtebau-Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ aufgenommen werden. Im Fokus steht die klimaangepasste und nachhaltige Aufwertung des Stadtteils – insbesondere seiner Grünräume und öffentlichen Infrastruktureinrichtungen.

Aktuell wird das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet, das bis zum Frühsommer 2027 fertiggestellt werden soll. Parallel laufen Fachämterbefragungen, um Bedarfe systematisch zu erfassen.

Bürgerbeteiligung von Anfang an: Die Anwohnerinnen und Anwohner sind herzlich zur Mitwirkung eingeladen: Am 1. Juli 2026 startet der Prozess mit einem Marktstand am Talcenter (ab 14:00 Uhr). Im Anschluss folgen ein bis zwei Gebietsrundgänge (ab 17:00 Uhr), um den Stadtteil gemeinsam zu erkunden.

Im Herbst 2026 wird ein öffentliches Zukunftsforum stattfinden. Dort werden die erhobenen Bedarfe diskutiert, Maßnahmeideen konkretisiert und priorisiert.

Zeitplan und nächste Schritte: Das ISEK für Marzahn-Ost soll in etwa einem Jahr beschlussreif sein, damit die neue Förderkulisse anschließend vom Senat verabschiedet werden kann. Die Umsetzung der Maßnahmen beginnt voraussichtlich ab 2027.

Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2026

Helle Mitte in Bewegung – und jetzt auch beim Tag der Städtebauförderung dabei!

Am Samstag den 9.Mai lud das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf im Rahmen des Tages der Städtebauförderung 2026 zum Stadtspaziergang durch die Helle Mitte ein – ein gelungener Auftakt für das neue Fördergebiet „Lebendiges Zentrum Helle Mitte“!

Der Rundgang wurde moderiert von den Gebietsbeauftragten der Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG. Bei schönem Frühlingswetter führte der Rundgang vom neuen Stadtplatz im historischen Gut Hellersdorf bis zum Bürgergarten Helle Oase. Unterwegs gab es Einblicke in die geplanten Bauprojekte der kommenden 10-15 Jahre im neuen Fördergebiet. Den Mitspazierenden bot sich die Möglichkeit, direkt mit Projektverantwortlichen und Mitarbeitenden aus der Verwaltung ins Gespräch zu kommen.

Spatenstich Liberty-Park am 7. Mai 2026

In Hellersdorf-Nord wurde am 7. Mai 2026 der Spatenstich für die umfassende Umgestaltung des „Liberty-Parks“ gesetzt. Das bestehende Areal an der Senftenberger Straße/Kastanienallee, das Jugendklub, Pumptrack und Spielplatz in einer Grünanlage vereint, wird in den kommenden Monaten modernisiert – insbesondere mit Blick auf Barrierefreiheit, Klimaanpassung und die Bedürfnisse der Nachbarschaft. Die Bauarbeiten sollen im Mai 2027 abgeschlossen sein. Eingeweiht wurde die Maßnahme feierlich u. a. durch die Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic.
Finanziert wird die Umgestaltung mit 1.064.726 € von der Europäischen Union (EFRE). Mit dem Programm „Europa im Quartier“ fördert das Land Berlin städtische Quartiere mit besonderen sozialen Herausforderungen. Zusätzliche 2.044.945 € stammen aus dem Städtebauförderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ des Bundes und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, mit dem städtebauliche und infrastrukturelle Anpassungen an den demographischen, klimatischen und wirtschaftlichen Wandel umgesetzt werden.

Traditionelles Promenadenbuffet 2026

Wann & Wo:
21.7.26, 15:00 Uhr -18:00 Uhr, vor dem MGH Buntes Haus entlang der Hellersdorfer Promenade.

Es werden ca. 100 Gäste erwartet; neben einem Kuchenwettbewerb gibt es ein großes Buffet von und für die Nachbarschaft sowie Kunstangebote, eine Tischtennisplatte, Rede- und Musikbeiträge und viel Platz zum Verweilen auf Sonnenliegen.