Marzahn-Hellersdorf: Wiedereröffnung der Kita „Raupe Nimmersatt“ in der Marchwitzastraße
Pressemitteilung vom 28.08.2026
Im Ortsteil Marzahn ist am Freitag, dem 28. August 2026, die sanierte Kindertagesstätte „Raupe Nimmersatt“ wiedereröffnet worden. Die Einrichtung liegt in der Marchwitzastraße 47/49. Nach sechs Jahren Planungs- und Bauzeit übergaben die Beteiligten das Haus an den Träger AWO pro:mensch gGmbH. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, Jugendstadtrat Gordon Lemm sowie Stadtentwicklungsstadträtin Heike Wessoly teil. Künftig stehen dort Plätze für bis zu 225 Kinder ab einem Jahr zur Verfügung.
Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz: „Berlin wächst weiter, auch im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Neben dem Wohnungsneubau ist es daher genauso wichtig, die soziale Infrastruktur, wie hier zum Beispiel die Betreuungsangebote für Kinder, anzupassen. Ich freue mich deshalb sehr, dass hier mit der Unterstützung der Städtebauförderung der Kindergarten ‚Raupe Nimmersatt‘ um 30 neue Plätze auf insgesamt 225 Plätze erweitert werden konnte.“
Das 1978 als SK-Typenbau errichtete Haus wurde vollständig entkernt und grundlegend modernisiert. Ein farbliches Leitsystem erleichtert die Orientierung. Der Haupteingang liegt nun hofseitig und ist schwellenlos erreichbar. Zusammen mit einem neuen Aufzug ermöglicht die veränderte Raumstruktur einen barrierefreien Betrieb.
Zusätzliche Flächen schafft ein giebelseitiger Anbau in Holzbauweise für Gruppenarbeit, Bewegung und Beratung. Ein darin integrierter Mehrzweckraum verfügt über einen separaten Zugang und lässt sich auch für Angebote im Stadtteil nutzen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und begrünte Fassadenelemente am Anbau ergänzen das ökologische Konzept.
Gordon Lemm, Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit: „Die Wiedereröffnung dieser Kita ist weit mehr als die Rückkehr eines Betreuungsortes: Sie ist ein Stück Marzahner Geschichte, das wieder lebendig wird. 1978 als erste Kita in Marzahn eröffnet, hat sie Generationen von Familien begleitet. Dass wir dieses Haus nach sechs Jahren Sanierung modern und zukunftsfähig wiedereröffnen können, zeigt, was möglich ist, wenn wir Bestehendes nicht einfach aufgeben, sondern in die Zukunft führen. Der Kita-Ausbau der vergangenen Jahre war und ist wichtig. Gleichzeitig müssen die Sanierung und Modernisierung unserer bestehenden Kitas stärker in den Mittelpunkt rücken. Nachhaltigkeit bedeutet auch, das, was wir haben, zu schützen, weiterzuentwickeln und möglichst lange für Kinder und Familien zu nutzen.“
Heike Wessoly, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung: „Der abgeschlossene Umbau und die Sanierung der Kita ‚Raupe Nimmersatt‘ zeigen, dass wir die soziale Infrastruktur des Bezirks stetig weiterentwickeln. Das ist möglich, weil wir hier am Standort die AWO als professionellen Partner haben und unsere Städtebauförderung sowie das Jugendamt hervorragend zusammengearbeitet haben. Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung war es möglich, an diesem Standort rund 8,79 Mio. Euro zu investieren; Geld, das zu einem Großteil aus dem Programm ‚Nachhaltige Erneuerung‘ kommt. Die Kita wird damit sehr viel integrativer und die Räumlichkeiten werden auch für andere Kiezbewohner und Initiativen nutzbar sein. Damit machen wir den Bezirk zukunftsfest. Die Menschen in Marzahn-Süd werden davon profitieren. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken.“
Das Projekt basiert auf einer Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung von Typenbauten und ist Teil des Handlungskonzepts „Barrierefreies Quartier Springpfuhl/Südspitze“. Über das Städtebauförderprogramm „Nachhaltige Erneuerung“ stellten die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der bezirkliche Fachbereich Städtebauförderung rund 8 Millionen Euro bereit. Ergänzende Mittel steuerten das Jugendamt und die AWO pro:mensch gGmbH bei.
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