Regionale Wertschöpfung in Kreuzberg-Hellersdorf-Ostbrandenburg: Eröffnung der Ausstellung „Produktive Region. Teil 2“

Pressemitteilung vom 10.07.2026

Am Mittwoch, dem 15. Juli 2026, eröffnet um 17:00 Uhr die Ausstellung „Produktive Region. Teil 2“. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Das Bezirksamt unterstützt die Präsentation im grünen Pavillon vor dem Eingang der Alice-Salomon-Hochschule, dem sogenannten „Klassenzimmer der Zukunft“. Sie ist bis zum 31. Oktober 2026 kostenfrei zu besuchen. Der Pavillon ist jeweils mittwochs und samstags von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Die Ausstellung entwirft die Vision einer neu gedachten Region Kreuzberg-Hellersdorf-Ostbrandenburg. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich eine konsequent regionale Vergabe öffentlicher Aufträge auf die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort auswirken würde. Würden öffentliche Institutionen ihre Ausgaben gezielt bei lokalen Produzentinnen und Produzenten tätigen, könnten Aufträge, Einkommen und Wertschöpfung in der Region bleiben – so die These. Dieser Ansatz ist unter dem Begriff „Gemeinwohl-Ökonomie“ (engl. Community Wealth Building) bekannt. Er wird bereits in mehreren Städten und Regionen, u.a. in England, Spanien und den USA umgesetzt. In Schottland ist das Konzept inzwischen gesetzlich verankert.

Herzstück der Ausstellung ist ein großes künstlerisches Tischmodell der Region, das öffentliche Institutionen und Produktionsstandorte miteinander in Beziehung setzt. Ergänzt wird die Präsentation durch Beiträge zum Weltsozialforum, das sich seit 2001 für solidarische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle engagiert.

Neben den Projektbeteiligten an der Alice Salomon Hochschule haben an der Genese des Modells Afrique-Europe-Interact & timecode e.V, die AG Re:Mensa – solidarisch, fair, lokal, der Anwohner_innenbeirat ›Zwischenräume‹, Bamenda Film Association, das Forum für nachhaltige Stadtentwicklung Marzahn-Hellersdorf, Antonio Pacor / Focuspuller sowie Verbundene zu Schulgärten in Kreuzberg, Hellersdorf und Ostbrandenburg mitgewirkt.

  • Ein großes, dreidimensionales Tischmodell der zuvor gezeigten Karte, gefertigt aus geschichteter Wellenpappe. Die Oberfläche zeigt ockerfarbene Strukturen und grüne, plastisch hervorgehobene Wald- und Flussläufe. Auf dem Modell stehen aufrecht kleine Pappschilder mit Aufschriften wie „Café Alte Mensa“ oder „Produzent_innen“. Zudem sind kleine Tonschalen in Plastikschälchen auf der Landschaft verteilt. Der Hintergrund zeigt einen Innenraum mit grün gestrichenen Wänden.
  • Gezeichnete Landkarte der „REGION KREUZBERG-HELLERSDORF-OSTBRANDENBURG“ in Ocker- und Grüntönen. Sie zeigt organische Waldflächen und städtische Strukturen mit verstreuten Labels für „Produzent_innen“ und „Ankerinstitutionen“. Rot markierte Orte sind von West nach Ost: Kreuzberg (links), Eberswalde (Norden), Bernau, Hellersdorf im Zentrum (mit „Café Alte Mensa“), Strausberg östlich davon sowie Küstrin und Frankfurt (Oder) am rechten Rand. Diese Orte sind jeweils als Ankerinstitution und/oder Produzentenstandort gekennzeichnet.
  • nGbK-Pavillon ›Klassenzimmer der Zukunft‹ auf dem Alice-Salomon-Platz, Berlin-Hellersdorf