Was bleibt von der DDR? Zwei Abende in Marzahn-Hellersdorf über Erinnerung und Alltagskultur
Pressemitteilung vom 19.06.2026
Die Mark-Twain-Bibliothek in Marzahn widmet sich in zwei aktuellen Terminen der DDR-Geschichte. In der Gesprächsreihe „Autoren und ihre Bücher“ empfängt die Journalistin Danuta Schmidt hierfür einen langjährigen Fernsehmoderator und einen Berliner Museumsleiter. Beide tragen etwas zur ostdeutschen Erinnerungskultur bei. Veranstaltungsadresse ist die Marzahner Promenade 52–54.
Am Donnerstag, den 25. Juni 2026, steht eine Buchvorstellung auf dem Programm. Um 20:00 Uhr begrüßt Danuta Schmidt dazu Karl-Heinz Wendorff. Er moderierte über Jahrzehnte die Fernsehserie „Medizin nach Noten“. In der Sendung erklärten Sportmedizinerinnen Übungen, während Gymnastinnen bei Popmusik die Einheiten begleiteten. Wendorff erläuterte dabei die Effekte für Gesundheit und Training. Inzwischen liegt seine Autobiografie vor. Das Buch trägt den Titel „Ich bin der ‚Medizin nach Noten‘-Mann“. Die Lesung zeigt seinen Weg vom Sportpädagogen und Musiker zum Fernsehmacher.
Ein weiterer Gesprächsabend findet am Freitag, dem 17. Juli 2026, um 20:00 Uhr statt. Danuta Schmidt befragt diesmal Sören Marotz. Der Historiker und Geograph leitet das DDR-Museum in Berlin-Mitte, das in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert. Eine enge Verbindung zum Bezirk besteht durch das dortige Depot. In den Marzahner Hallen lagern etwa 360.000 Alltagsgegenstände. Das Gespräch trägt den Titel „Lebt die DDR nur noch im Museum?“. Die Runde thematisiert bleibende Werte und Errungenschaften der Vergangenheit.
Der Einlass startet jeweils um 19:30 Uhr.
Wegen begrenzter Plätze ist eine vorherige Anmeldung telefonisch unter 030 54 704 142 oder per E-Mail erforderlich. Der Besuch der beiden Veranstaltungen kostet keinen Eintritt. Der Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e. V. sammelt am Ausgang aber Spenden für die Finanzierung zukünftiger Kulturangebote.
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