Neue Impulse für Marzahn-Hellersdorf: bundesweite Vernetzung der Gleichstellungsarbeit
Pressemitteilung vom 09.06.2026
Auf der* 29. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten* Deutschlands kamen rund 500 kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus allen Teilen der Republik in Lübeck zusammen. Zwei Tage lang beschäftigten sie sich mit dem Thema Antifeminismus und weiteren zentralen Herausforderungen der Gleichstellungsarbeit.
Maja Loeffler, Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf, ist eine der Sprecherinnen der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsstellen. Sie hat die Bundeskonferenz mit ausgerichtet: „Antifeminismus ist kein Randphänomen und zieht sich quer durch alle Bereiche der Gesellschaft. Die Bundeskonferenz hat ihren Fokus auf ein Thema gesetzt, das den Nerv der Zeit trifft.“
Im Rahmen der Bundeskonferenz wurde die „Lübecker Erklärung“ veröffentlicht. Darin wird u.a. eine Kampagne gegen Frauenverachtung und geschlechtsspezifische Gewalt gefordert, gezielte Kinder- und Jugendarbeit zur Stärkung eines diskriminierungsfreien Zusammenlebens sowie eine konsequente Bekämpfung jeglicher Form von Antifeminismus. „Das ist wichtig, weil ich als kommunale Gleichstellungsbeauftragte vor Ort erlebe, wie frauenfeindliche Einstellungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen und Menschen einschüchtern“, sagt Loeffler.
Mit der „Lübecker Erklärung“ und der Verabschiedung von mehr als 30 Anträgen setzten die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ein deutliches politisches Signal. Sie fordern unter anderem einen nationalen Aktionsplan gegen Antifeminismus, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention und des Gewalthilfegesetzes. Weitere Schwerpunkte sind die bessere Unterstützung von Alleinerziehenden und Familien, die Sicherung einer flächendeckenden Geburtshilfe sowie mehr Steuergerechtigkeit. Zudem sprechen sich die Beauftragten für die Streichung des § 218 StGB und damit für die Stärkung des Rechts auf selbstbestimmte Entscheidungen über den eigenen Körper aus.
Maja Loeffler: „Alle diese Themen verlangen klare Antworten und schnelles politisches Handeln, damit Gleichstellung vor Ort wirksam umgesetzt werden kann. Die inhaltlichen und politischen Impulse unserer Kolleginnen, Referentinnen und der Politik geben uns neue Energie für die bevorstehenden Aufgaben. Besonders beeindruckend ist der Zusammenhalt der Kolleginnen über alle Bundesländer hinweg. Mit vielen neuen Ideen und wertvollen Kontakten kehre ich motiviert zurück, um meine Arbeit hier in Marzahn-Hellersdorf weiter voranzubringen.“
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