Neue KV-Praxis bringt drei neue Allgemeinärzte nach Marzahn-Hellersdorf

Pressemitteilung vom 12.03.2026

Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgung in Marzahn-Hellersdorf wird ab dem 1. April 2026 mit der Eröffnung einer zweiten Arztpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in der Poliklinik am Unfallskrankenhaus Berlin (Marzahn) gemacht. In dieser Praxis werden ab sofort ein Hausarzt sowie zwei Internistinnen tätig sein, die hausärztlich arbeiten. Perspektivisch wird das Team durch eine vierte Ärztin oder einen vierten Arzt verstärkt.

Die KV in Berlin für die Zulassung von Arztpraxen zuständig. In Marzahn-Hellersdorf besteht ein Mangel – ein Grund dafür ist, dass viele junge Ärztinnen und Ärzte die hohen Investitionen scheuen, die mit der Übernahme einer eigenen Praxis verbunden sind. In einer von der KV betriebenen Praxis können sie hingegen als Vertragsärztinnen und -ärzte angestellt tätig sein. In Hellersdorf existiert bereits eine KV-Praxis – die Praxis Forum Kienberg (Neue Grottkauer Str. 3, 12619 Berlin).

„Seit 2023 stehe ich im regelmäßigen Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung, um eine zusätzliche KV-Praxis mit angestellten Hausärztinnen und Hausärzten in unseren Bezirk zu holen“, erklärt Gordon Lemm, Bezirksstadtrat für Gesundheit. „Durch meine Vermittlung konnten Räumlichkeiten in der Poliklinik am Unfallskrankenhaus Berlin gefunden werden. Das Ergebnis ist eine zweite KV-Praxis im Bezirk, die einen immensen Mehrwert für die Gesundheitsversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger bringt.“

Die ambulante medizinische Versorgung im Bezirk ist unzureichend. Marzahn-Hellersdorf gehört berlinweit zu den Bezirken mit der geringsten ärztlichen Versorgung – sowohl im hausärztlichen als auch im fachärztlichen Bereich. Insbesondere der Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten führt immer wieder zu langen Wartezeiten und erschwert eine verlässliche medizinische Betreuung der Bevölkerung. „Es war mir ein besonderes Anliegen, nach Hellersdorf nun auch die Großsiedlung Marzahn mit einer besseren medizinischen Versorgung zu unterstützen“, so Lemm.

Der Bezirk hat keinen direkten Einfluss darauf, wo sich Ärztinnen und Ärzte niederlassen. Um dennoch Verbesserungen zu erzielen, setzt das Bezirksamt auf verschiedene Initiativen, wie etwa die „Praxisraumbörse“. Diese digitale Plattform unterstützt Ärztinnen und Ärzten dabei, passende Praxisräume zu finden, und vermittelt zwischen Immobilienunternehmen sowie Praxisgründerinnen und -gründern. Darüber hinaus unterstützt der direkte Austausch des Bezirksamts mit der KV und weiteren Partnern die Ansiedlung neuer Praxen.

„Ich möchte mich bei der Kassenärztlichen Vereinigung, insbesondere bei Frau Hemmen und Herrn Dr. Ruppert, als auch beim UKB, insbesondere bei Prof. Dr. med. Georg Osterhoff und Christian Dreißigacker, bedanken, die offen und konstruktiv an der Verbesserung unserer Versorgungssituation mitgearbeitet haben. Der Erfolg dieser Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns gemeinsam für eine bessere medizinische Versorgung einsetzen“, erklärt Lemm.

Eine Terminvereinbarung ist auf der Webseite der neuen Praxis ab sofort möglich.