Zwei neue Ausstellungen im Schloss Biesdorf: "Die Zeit ist ein Ozean" und "may day" eröffnen am 16. November 2025
Pressemitteilung vom 29.10.2025
Mit einer Performance der Künstlerin Iman Hasbani eröffnen am Sonntag, den 16. November 2025 ab 18:00 Uhr, gleich zwei neue Ausstellungen in der Galerie Schloss Biesdorf (Alt-Biesdorf 55, 12683 Berlin). Der Eintritt ist frei.
Die Zeit ist ein Ozean
16. November 2025 – 27. Februar 2026
Mit Thomas Eller, Iman Hasbani, Benno Hinkes, Martin Honert, Abdulkarim Majdal Albeik, Wenfeng Liao, Gerenot Richter, Peter Strickmann, Kleopatra Tsali, Evgenija Wassilew, Bignia Wehrli, Regina Weiss
Kuratiert von Regina Weiss und Benno Hinkes
Die Ausstellung „Die Zeit ist ein Ozean“ im Obergeschoss des Schlosses Biesdorf untersucht das Thema Zeit aus künstlerischer Perspektive. Zwölf künstlerische Positionen – von Zeichnung und Druckgrafik über Skulptur und Rauminstallation bis hin zu Performance, Sound- und Videoarbeiten – ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern ein neues Erleben von Zeit. Den konzeptionellen Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Arbeit “22:22” (1992) von Martin Honert, der 1995 den Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig bespielte. Die Arbeit zeigt eine digitale Ziffer – Sinnbild des Flüchtigen – als eingefrorenes, dreidimensionales Bild.
Mit der Zeitlichkeit, die Gefühlen eingeschrieben ist, befasst sich die in Berlin lebende Künstlerin Iman Hasbani in ihrer Installation “A Bad Memory” (2020-24). Welche innere Präsenz haben einstige eigene Erlebnisse in uns und für welche Dauer? Die in Athen lebende Künstlerin Kleopatra Tsali präsentiert Keramiken, deren Ausgangsmaterialien sie in Zusammenarbeit mit Bewohner*innen der griechischen Insel Naxos eigenhändig gesammelt hat – neben dem Ton auch Mineralien, die sie für die Glasur nutzte. In ihren Arbeiten verbinden sich erdgeschichtliche Sedimente mit kulturellen Überlieferungen und dem natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen. Kollektive Erinnerungen und das Auslöschen von Erinnerung sind das Thema der Arbeiten von Abdulkarim Majdal Albeik. Der in Berlin lebende Künstler arbeitet mit anonymen Fotografien, die achtlos auf Flohmärkten und in Trödelläden zum Kauf angeboten wurden – Relikte individueller,
längst vergessener Geschichten. Diese und andere Arbeiten laden das Publikum im Schloss Biesdorf dazu ein, ihr eigenes Verständnis von Zeit, Dauer und Vergänglichkeit zu hinterfragen.
may day
16. November 2025 – 27. Februar 2026
Mit Vera Lossau, Neak Sophal , Lilla von Puttkamer, Carola Rümper, Sao Sopheak, Sao Sreymao
Kuratiert von Carola Rümper
Im Khmer, der kambodschanischen Amtssprache, bedeutet „Ma“ oder „May“ sowohl „Anführerin“ als auch „Mutter“. „May“ ist auch das Wort für die jüngere Frau, der Zuneigung und Loyalität entgegengebracht wird, und die mit dem Zusatz „May“ beim Namen genannt wird. Während der Projektvorbereitung hat das Khmer-Wort in der Kommunikation zwischen den Künstlerinnen eine neue Bedeutungsebene hinzugewonnen und wurde schließlich zur Formel für den komplexen Entwurf des Bildnisses einer jüngeren Frau. May ist die Anführerin und Freiheitsliebende. Sie erobert sich neue Rollen und besetzt Räume, um ihr Leben unabhängig zu gestalten. Dabei tritt die Figur nicht als Rebellin auf – sie eckt nicht an, sondern ist souverän in der Gesellschaft verankert. Ihr werden Loyalität und Achtung entgegengebracht. Es entsteht das Bild eines starken Charakters, der sowohl Eigenschaften der jüngeren als auch der älteren Frau in sich vereint.
Die Ausstellung wird gefördert von der Kunstpunkt Stiftung Herpel.
Beide Ausstellungen wurden unterstützt durch den “Ausstellungsfonds Kommunale Galerien” der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Medienkontakt:
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
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