Neue Selbsthilfegruppe in Marzahn-Hellersdorf unterstützt Männer bei Pornosucht

Pressemitteilung vom 21.10.2025

Die Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle Marzahn-Hellersdorf (SEKIS) hat eine neue Selbsthilfegruppe für Männer gegründet, die unter der Pornografie-Nutzungsstörung (PNS) leiden. Experten schätzen die Zahl der Betroffenen bundesweit auf rund 750.000.

Die Gruppe bietet ab sofort Plätze für bis zu zehn Männer an. Die Treffen finden mindestens zweimal monatlich in den Räumen der Selbsthilfekontaktstelle in der Alt-Marzahn 59 A, 12685 Berlin, statt.

Interessenten müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Anmeldung erfolgt schriftlich per E-Mail oder telefonisch unter der 030 5425103. Auf die Anmeldung folgt ein kurzes Vorgespräch.

Die PNS wirkt sich weitreichend auf Sexualität, Bindungsvermögen und die berufliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen aus. Da nur wenige Psychotherapeuten auf Pornosucht spezialisiert sind, bietet der offene Austausch in einer Selbsthilfegruppe eine sinnvolle Unterstützung bei hohem Leidensdruck. Er ersetzt jedoch keine Psychotherapie und eignet sich nicht bei strafbaren Handlungen.

Zu Beginn besteht kein Abstinenzanspruch. Voraussetzung ist aber ein glaubhafter Veränderungswunsch der Situation. Die Teilnehmer sprechen offen über die Probleme mit dem Pornografie-Konsum und die daraus resultierenden Schwierigkeiten. Das Besprechen oder Teilen von illegalen Inhalten oder Handlungen ist in der Gruppe untersagt. Zusätzlich planen die Teilnehmer, sich im Notfall bei Suchtdruck gegenseitig anrufen zu können, um auch außerhalb der Gruppentreffen entlastende Telefonate zu führen.

Die Selbsthilfe-, Kontakt- und Beratungsstelle Marzahn-Hellersdorf (SEKIS) ist die zentrale, unabhängige Anlaufstelle für alle Selbsthilfegruppen im Bezirk. Sie verfügt über fast 40 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit Selbsthilfegruppen und übernimmt die Vermittlung, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die methodische Begleitung von Gruppenneugründungen zu gesundheitlichen und sozialen Themen.