Pflanzaktion am Wuhleteich mit praxisnahen Tipps zum Kleingewässerschutz
Pressemitteilung vom 30.01.2025
Am Ufer des Wuhleteichs hat sich ein wertvolles Biotop entwickelt, das verschiedenen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierarten neuen Lebensraum bietet und dadurch einen wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt leistet. Doch viele Kleingewässer – Teiche, Pfuhle, Weiher oder Gräben – sind durch Trockenheit, Verschmutzung oder mangelnde Pflege bedroht. Schon mit einfachen Maßnahmen können Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag zum Gewässerschutz leisten und damit die ökologische Vielfalt der Stadt unterstützen.
Eine neue Broschüre des BUND Berlin erklärt praxisnah an zwölf konkreten Maßnahmen, wie Kleingewässer geschützt und verbessert werden können. Die Vorschläge wurden im fachlichen Austausch zwischen Senat und den Bezirksämtern identifiziert und lassen sich auch ohne aufwendige Genehmigungsverfahren oder hohe Kosten umsetzen.
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf kooperiert dabei mit dem Projekt „Wassernetz Berlin“ der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz, das sich aktiv für die Aufwertung von Kleingewässern einsetzt. Am Mittwoch, den 12. Februar 2025, haben Interessierte die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen. Bei einer gemeinsamen Pflanzaktion am Wuhleteich werden heimische Ufergehölze gepflanzt. Im Beisein der Kooperationspartner – darunter Grün Berlin, die Lotto-Stiftung und die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt – wird die neue Broschüre „Schnelle Hilfe für Berlins kleine Seen, Weiher und Bäche“ vorgestellt und kostenlos verteilt. Treffpunkt ist 11 Uhr am Umweltbildungszentrum Kienbergpark (Am Wuhleteich, Gottfried-Funeck-Weg, 12683 Berlin).
Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic betont: „Inzwischen haben sich an der Wuhle Fischotter und Biber angesiedelt. Selbst der seltene Eisvogel hat dort ein Zuhause gefunden. Kleingewässer sind eine Quelle der biologischen Vielfalt. Sich hierfür ehrenamtlich zu engagieren, ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft.“ Projektmanager Christian Schweer vom „Wassernetz Berlin“ ergänzt: „Es muss nicht immer die 100.000 Euro teure Ausbaggerung sein. Auch kleine Schritte, wie das Pflanzen am Wuhleteich können einen ökologischen Unterschied machen.“
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