Einladung zur Gedenkveranstaltung anlässlich des 110. Geburtstages des Komponisten Kurt Schwaen
Pressemitteilung vom 19.08.2019
Er war ein vielseitiger Musiker und Komponist und zugleich ein überaus politischer Mensch. Kurt Schwaen, 2007 in Berlin-Mahlsdorf gestorben, wurde am 21. Juni vor 110 Jahren in Kattowitz geboren. Die Zeitschrift „POLEN und wir“ der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, deren Redaktionssitz seit 25 Jahren in Hellersdorf ist, entschied sich nun – gemeinsam mit Partnern – zu einer Gedenkveranstaltung.
Zu Schwaens Arbeiten gehörten auch die Kompositionen für viele Filme. Er hat ebenso die Filmmusik für den DEFA-Film „Der Fall Gleiwitz“ geschaffen. Es geht darin um Propagandalüge zur Rechtfertigung des Überfalls auf Polen vor 80 Jahren. Am 80. Jahrestag des Tages, an dem die Geschichte spielt, dem 31. August 2019, findet im Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, um 18:00 Uhr eine Veranstaltung zum Vorabend des Überfalls auf Polen und zum Gedenken an Kurt Schwaen statt.
Dr. Ina Iske-Schwaen, Witwe des Komponisten und Leiterin des Kurt-Schwaen-Archives wird über das Leben und die Kompositionsarbeit Schwaens mit Musikbeispielen berichten. Anschließend wird der Film „Der Fall Gleiwitz“ gezeigt.
Mitveranstalter ist unter anderem die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), deren Mitglied Schwaen war (1935 wegen Widerstandsarbeit gegen das NS-Regime verhaftet und zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, später ins sogenannte „Strafbataillon 999“ einberufen und unter anderem in Polen eingesetzt).
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Weitere Informationen unter www.kurtschwaen.de
Postanschrift
12591 Berlin