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Bienvenu in Charenton

Charenton-Berci
Bild: Anke Penski-Ghani
Auch 9 Stunden Zugfahrt gehen einmal vorbei. Da ich mir dieses Mal Zeit für die Anreise nach Paris nehmen konnte, hatte ich mich für die Bahn entschieden, um die Entfernung am eigenen Leib “erfahren” zu können. Zudem konnte ich mir so ausreichend Proviant und Lesestoff für die Reise einpacken. Ich kam auch tasächlich ohne nennenswerte Verspätung und relativ entspannt am Sonntagnachmittag in Paris Gare d’Est an. Auch der Weg nach Charenton-le-Pont, bzw. nach Maisons-Alfort, wo ich ein nettes T1-Studio gefunden hatte, war schnell gefunden. Die Vermieterin empfing mich sehr nett und hatte gleich haufenweise Tipps für die nähere Umgebung parat.

Für den ersten Tag hatte mich Mme Cariddi, die Leiterin des Service Médiation-Prévention, für 11 Uhr in die Einrichtung bestellt, sie selber sollte ich erst am zweiten Tag kennen lernen. Zumindest auf der Karte hatte der Weg nicht allzuweit ausgesehen, so dass ich mich kurzerhand zu Fuß auf den Weg machte. Doch noch auf dem Weg musste ich mir eingestehen, dass sich der einstündige Marsch für jeden Tag doch etwas viel war und ich vielleicht doch besser in eine Monatsmarke investieren sollte.

Im Service angekommen wurde ich von meinen beiden Mitarbeitern sehr freundlich empfangen und bekam gleich einen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Der Service Médiation-Prévention erabeitet einerseits Projekte für Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen, und fungiert andererseits als Anlaufstelle für ältere Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahre, die Probleme im Alltag, mit Sucht, bei der Jobsuche oder Behördengängen haben. Außerdem kann man hier den BAFA, das Pendent zur deutschen JuLeiCa beantragen.

Am zweiten Tag fand dann gemeinsam mit Mme Cariddi im Gebäude der Service de Jeunesse eine Teamsitzung statt, in der alle Projekte für das verbleibende Jahr besprochen wurden. Auch hier wurde ich sehr herzlich empfangen. Der absolute Eisbrecher war dann der Moment, als ich meine Gastgeschenke überreichte, über die sich alle sehr freuten.

Anke Penski-Ghani