Audio- und Videodolmetschen (AVD) als Baustein für eine digitale, sichere und kosteneffiziente Sprachmittlung in der Berliner Verwaltung

Digitaler, sicherer, zugänglicher und kosteneffektiver – so soll die moderne und migrationsgesellschaftlich ausgerichtete Verwaltung aussehen. Das Landesprogramm Audio- und Videodolmetschen (AVD) dient als einer von zahlreichen Bausteinen dafür. Am 25. Februar 2025 richtete die Abteilung Integration und Migration daher die Fach- und Vernetzungsveranstaltung „Die Zukunft der Sprachmittlung durch Audio- und Videodolmetsch-Dienste (AVD) in Verwaltungseinheiten“ aus.

Neben dem Stand des Pilotprojekts in Berlin wurden Praxiserfahrungen und Ansätze aus Thüringen, Brandenburg und Bremen geteilt. Auch Mitarbeitende des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), der Abteilung Gesundheit der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, des Bezirksamts Mitte und der Bundesagentur für Arbeit berichteten von ihren Erfahrungen mit verschiedenen AVD-Lösungen im Einsatz.

In der Theorie geht es einfach: Eine Person ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen erscheint in einer Berliner Behörde und Mitarbeitende kontaktieren telefonisch oder online die Sprachmittlung. So wird die Kommunikation über Sprachbarrieren hinweg möglich – und das in zahlreichen Sprachen.

  • Fachveranstaltung Audio- und Videodolmetschen (AVD)
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Auch in der Praxis sind erste Ergebnisse des AVD in Berlin vielversprechend: Seit November 2024 wurden im LAF und in Lichtenberg rund 270 Gespräche in der Gesamtlänge von 7.700 Minuten geführt und übersetzt. Rund 20 verschiedene Sprachen wurden nachgefragt – von Russisch bis Vietnamesisch über Fula bis hin zu Tamilisch.

Bisher mussten Mitarbeitende eigenständig Sprachmittler*innen für seltene Sprachen suchen, was Wartezeiten und Kosten verursachte. Jetzt geht dies deutlich einfacher und ist demnächst auch verfügbar im Willkommenszentrum, der Beratungsstelle der Integrationsbeauftragten.

„Dass Berlin Neuankommenden Dienstleistungen anbietet, unabhängig davon welche Sprache sie sprechen, ist ein Bekenntnis zur Migrationsgesellschaft. Ich freue mich sehr, dass wir als öffentliche Verwaltung darauf hinarbeiten, dass wir möglichst vielen Menschen unsere Dienstleistungen anbieten, das Ankommen erleichtern und sprachliche Barrieren auf dem Weg dahin abbauen“, sagt Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial.

Das Landesprogramm Audio- und Videodolmetschen (AVD) wird von der Abteilung Integration und Migration in Zusammenarbeit mit LAF, den Bezirksämtern Lichtenberg, Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf und in Kooperation mit dem Bezirksamt Mitte, der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege sowie weiteren Partnern durchgeführt und weiterentwickelt.

Kontakt

Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration
Sekretariat